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44. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
TOP: Ö 14
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Beschlussart: vertagt (zurückgestellt)
Datum: Di, 28.09.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:37 - 20:22 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: per Videokonferenz
Ort:
FB67/0437/21 „Die drei Ascherberg-Tonkuhlen werden Naturschutzgebiet (NSG)“
(Antrag des Ratsherrn Dr. Francisco Welter-Schultes für den Rat der Stadt Göttingen am 16.07.2021)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Sittel erklärt, dass es nicht erforderlich sei, die Ascherberg-Tonkuhlen von einem gesetzlich geschützten Biotop auf ein Naturschutzgebiet heraufzusetzen. Die zwei bestehenden Biotopgewässer sind ausreichend geschützt. Es soll sich auf die Biotoppflege und den Erhalt der Artenpopulation konzentriert werden. Hierzu wurde ein Gutachten beauftragt, welches die Populationen von Geburtshelferkröte, Kammmolch und Zauneidechse kartieren soll. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen. Nach Vorliegen des Gutachtens wird mit dem Gutachter, dem Betreiber und der Verwaltung die Rekultivierungsplanung geprüft und eventuell angepasst. Zudem bietet Frau Sittel an, diese Ergebnisse im Ausschuss vorzustellen.

Frau Walbrun sagt aus, dass sie die Entscheidung der Verwaltung nachvollziehen könne, jedoch die Begründung durch Abstellen auf den in der Vorlage verwendeten Naturbegriff als unglücklich bzw. fragwürdig erachte. Zudem merkt Frau Walbrun an, dass das dritte Gewässer die Tongrube Hesse nicht in der Verwaltungsvorlage auftauche und dass sich dort vor allem die Geburtshelferkröte und Zauneidechse befänden. Hier sollte der Beschlussvorschlag angepasst werden, dass die wichtigen Bereiche für die geschützten Tierarten weiter erhalten, beobachtet und angepasst werden.

Herr Dr. Joger erklärt, dass die ehrenamtlichen Naturschützer schon am Anfang des Labeling-Verfahrens auf die Ascherberg-Tonkuhlen als besonders wertvolles Biotop in der Stadt hingewiesen hätten. Es sei das wertvollste Amphibienbiotop in Göttingen und für weitere Arten sehr wichtig. Deshalb sähe Herr Dr. Joger eine NSG-würdigkeit. Zudem schlägt er vor, dass beauftragte Gutachten abzuwarten.

Herr Dr. Wiedemannhrt aus, dass es ein einzigartiges Biotop im Stadtgebiet sei und plädiert dafür, die Entscheidung des Biologen abzuwarten. Zudem bittet er die Verwaltung zu prüfen, wie hoch die Kosten seien, wenn man den Betreiber der Anlage seine Rechte abkauft und zu prüfen, ob es dafür Fördermittel gäbe. Deshalb meldet er Beratungsbedarf an.

Herr Grothey schlägt auch vor, die Entscheidung zu vertagen, bis das Gutachten vorliegt.

Frau Baumgartner merkt hierzu an, dass die Kosten sehr hoch seien, da es dem entgangenen Gewinn des Betreibers entspricht und dass hierzu der Betreiber auch bereit sein müsse.

Frau Sittel merkt auch an, dass es sich um ein privates Betriebsgelände handelt und dass der Betreiber ein ökonomisches Interesse beim Abbau und der Verllung der Tongrube verfolgt. Die Berechnung einer Entschädigungssumme ist ziemlich schwer, da der Verfüllungszeitraum noch sehr lang ist. Zudem ist dies mit den Preissteigerungen schwer abschätzbar.

 

Die Vorlage wurde vertagt.

 

 

 

 
 

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