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20. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 4.1
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 22.06.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:26 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Badeparadies, Windausweg 60
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Dr. Häntsch berichtet, dass der Antrag in der Ratssitzung am 18.06. einstimmig beschlossen und in den Sportausschuss überführt wurde.

Frau Binkenstein stellt den Antrag der SPD-Fraktion vor. Da Kinder und Jugendliche von der Corona-Pandemie aufgrund der starken Einschränkung der sozialen Kontakte besonders betroffen sind bzw. waren, soll der Freibadbesuch in den Sommerferien kostenlos erfolgen, damit sie ohne großen finanziellen Aufwand wieder am sozialen Leben teilhaben können.

Herr Dr. Häntsch fragt, ob der freie Eintritt auf Göttinger Kinder und Jugendliche beschränkt wird oder auf den Landkreis ausgeweitet wird. Wie verhält es sich mit Kindern und Jugendlichen, die die Ferien in Göttingen verbringen, aber nicht aus Stadt oder Landkreis kommen? Wie hoch wären die Kosten für die Umsetzung?

Herr Gruber berichtet, dass gerechnet am Jahr 2019 etwa 64.000 ermäßigte Tickets für den Freibadbesuch gelöst wurde, davon 23.000 von 7-18-Jährigen. Der Aufwand liege somit insgesamt bei ca. 90.000 €. Vor den Freibädern würde je ein Mitarbeiter eingesetzt werden, der den Ablauf händelt. Aufgrund der Corona-Bestimmungen dürfen diese Kinder und Jugendlichen aber nicht bevorzugt behandelt werden, sondern müssen sich wie alle anderen Gäste anstellen und ggf. bei hohem Besucheraufkommen Wartezeiten einkalkulieren.

Herr Köhler fragt, wie überprüft werden soll, woher die Kinder und Jugendlichen kommen?

Herr Gruber erläutert, dass ein Nachweis (Schüler-Ausweis, Busticket, etc.) erforderlich ist und dieser durch zusätzliches Personal vor dem Eingang des Freibades kontrolliert wird.

Herr Köhler berichtet, dass letztlich der Finanzausschuss auf Grundlage der kalkulierten Kosten über den Antrag entscheiden muss. Da der Haushalt aber noch nicht genehmigt wurde, ist nicht klar, ob der Antrag positiv beschieden werden kann.

Herr Pache schlägt vor, dass die GoeSF eine Beschlussvorlage erstellt, die zunächst vom Sportausschuss und anschließend in einem der Entscheidungsgremien (FA, VA. Rat) thematisiert und entschieden wird. Hierbei sollte die GoeSF zwei Abstimmungsmöglichkeiten anbieten: Zum einen, ob nur die Kinder und Jugendlichen der Stadt Göttingen freien Eintritt erhalten oder ob auf den Landkreis erweitert wird. Der generelle Konsens, dass den Kindern und Jugendluchen freie Eintritt ermöglicht wird, liegt ja vor.

Herr Tugcu berichtet, dass die Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion dem Antrag zustimmt. Da die Kosten dieser Maßnahme von der Stadt Göttingen getragen werden würden, sollte sich der freie Eintritt auch auf die Kinder und Jugendlichen mit Wohnsitz in Göttingen beschränken. Wenn Kinder und Jugendliche aus der Umgebung ebenfalls kostenfrei die Freibäder Göttingens nutzen sollen, müsste der Landkreis auch die Mehrkosten tragen.

Frau Oldenburg berichtet, dass die FDP-Ratsfraktion zu diesem Antrag einen Änderungsantrag eingereicht hat.

(Anmerkung der Verwaltung: Der Änderungsantrag wurde am 22.06. um 14:42 Uhr von Frau Oldenburg an die GoeSF per Mail geschickt, der um 15:26 Uhr von der GoeSF an die Ausschussmitglieder weitergeleitet wurde.)

Der Änderungsantrag beinhaltet zum einen den kostenfreien Eintritt in die Freibäder in den Sommerferien, zum anderen sollen bis Jahresende Schwimmlernkurse entweder kostenfrei oder ermäßigt angeboten werden, um das Schwimmdefizit aufzuholen. Ob der Freibadbesuch nun die gesamten Sommerferien kostenfrei erfolgen sollte oder über die Karte „Freibadspaß in den Sommerferien“ abgedeckt werden kann, müsste sicher noch geprüft werden.

Herr Dr. Häntsch gibt zu Protokoll, dass die Installation zusätzlicher Schwimmlernkurse in der vorherigen Sitzung des Sportausschusses am 20.04. bereits thematisiert wurde. Der Antrag der CDU-Ratsfraktion „Swim-Summer-School – Schwimmabzeichen in den Sommerferien“ deckt im Grunde das ab, was die FDP jetzt fordert.

Frau Oldenburg erläutert, dass der Antrag der CDU aber nicht alle Kinder und Jugendliche mitnimmt, insbesondere diejenigen vernachlässigt, die finanziell nicht so gut aufgestellt sind, und zudem die Kurse über die Sommerferien hinaus bis zum Jahresende angeboten werden sollten, um das Defizit aufzuholen.

Frau Binkenstein berichtet, dass nicht nur die GoeSF, sondern vorrangig auch die Schwimmvereine TWG und ASC zusätzliche Schwimmkurse in allen Göttinger Bädern anbieten. Diese kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wird aber nicht möglich sein, zumal der Haushalt noch nicht beschlossen ist.

Frau Oldenburg berichtet, dass die FDP den Antrag zurückstellt und das Thema der zusätzlichen kostenfreien oder ermäßigten Schwimmkurse als gesonderter Antrag eingereicht wird.

Herr Dr. Häntsch greift den Vorschlag von Herrn Pache wieder auf, dass die Stadt Göttingen versucht, freies Schwimmen in den Sommerferien zu ermöglichen und die GoeSF zwei Varianten – nur Kinder und Jugendliche aus Göttingen vs. inklusive Landkreis – mit Nennung der jeweiligen Kosten anbietet.

Die Einberufung eines Sportausschusses am 13. oder 20.07. wäre diesbezüglich kurzfristig möglich.

Herr Köhler bittet darum, nicht alles in einem Antrag zu stellen, was thematisch nicht zusammengehört. Zudem weist er darauf hin, dass eine Sondersitzung des Sportausschusses formal nicht ausreicht, da er kein Organ ist, das über finanzielle Auswirkungen entscheiden kann. Daher ist der Vorschlag von Herrn Pache, den Antrag letztlich in den FA, VA und Rat einzubringen, sehr sinnvoll.

Herr Toms fragt, ob man den Kindern und Jugendlichen den Besuch in den Freibädern jedes Mal kostenlos zur Verfügung stellen muss oder ob man dies nicht über Freikarten oder die Freibadspaß-Karte abwickeln könnte.

Herr Gruber erläutert, dass man im Fall der Herausgabe von Freikarten keine Kontrolle darüber hat, wer diese letztlich verwendet. Bei der Herausgabe der Freibadspaß-Karte wäre der administrative Aufwand zu hoch, daher würde es auf den freien Eintritt, kontrolliert durch zusätzliches Personal, hinauslaufen.

Da es keine weiteren Anmerkungen gibt, schlägt Herr Köhler vor, dass die GoeSF zwei Varianten in einer Beschlussvorlage anbietet, diese dem Sportausschuss vorstellt und die dann in den FA, VA und Rat eingebracht wird.

 

Zustimmung – einstimmig

Anmerkung der Verwaltung: Aufgrund des engen Zeitplans und der finanziellen Auswirkungen wird die Beschlussvorlage in der DK am 01.07.vorgelegt und im Anschluss an den FA am 06.07. und in den Rat am 16.07. eingebracht (siehe Anlage). Sobald der Beschluss vorliegt, informieren wir Sie per Mail.

 

 

 

 
 

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