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27. öffentliche Sitzung des Ortsrates Nikolausberg
TOP: Ö 5
Gremium: Ortsrat Nikolausberg Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 20.05.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:00 - 21:43 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: per Videokonferenz
Ort:
Zusatz: Bitte kopieren Sie sich zur Teilnahme folgenden link und fügen Sie ihn in die Befehlszeile Ihres Browsers ein: https://meet.goettingen.de/b/mel-9lk-x73-tby
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Koss, Frau Witzel und Frau Engelmann stellen vier Varianten für die Busanbindung im nördlichen Teil von Nikolausberg vor (siehe Anlage 1).

 

Frau Witzel teilt mit, dass es in der heutigen Sitzung lediglich um die Vorstellung geht und die Einbeziehung des Ortsrates, um eine geeignete Lösung für einen Test zu finden. Sie erläutert, dass es im nördlichen Teil ein Erschließungsdefizit gebe. Nur die Variante 4 aus Sicht der Verwaltung in Frage komme, da die Straßen in den anderen Varianten für eine Befahrbarkeit mit dem Bus zu schmal seien.

 

Frau Engelmann ergänzt, dass es vorab bereits eine Testfahrt gegeben habe, um die Befahrbarkeit der Straßen zu gewährleisten. Weiterhin müsse für die Umsetzung ein Fahrzeug neu beschafft werden.

 

Frau Güntzler sieht es positiv, dass ein Angebot geschaffen werden soll. Sie erfragt jedoch, warum eine Neuanschaffung notwendig sei, wenn es die Linie 23 bereits gibt. Frau Engelmann erläutert, dass die Fahrzeit sich durch die Fahrt nach Nikolausberg verlängern werde, daher wird ein zusätzliches Fahrzeug benötigt, um die Taktung beibehalten zu können. Weiterhin ist die Einsatzzeit der bisherigen Linie 23 nur eingeschränkt.

 

Frau Dr. Gerischer erfragt, ob es bezüglich der Einwohnerdichte Erfahrungswerte gebe. Herr Reyhn erfragt, ob den zusätzlich anfallenden Kosten auch hinzugewonnene Erlöse gegenüber gestellt werden können und bedankt sich dafür, dass die bisherige Taktung der Linien 21/22 beibehalten werden. Frau Engelmann antwortet auf die Frage von Fr. Dr. Gerischer, dass für den Nahverkehrsplan eine Untersuchung eines Planungsbüros vorgenommen wurde. Es gehe nicht nur um die Einwohnerdichte, sondern auch um weitere Kriterien wie z.B. Altersdurchschnitt oder PKW-Verfügbarkeit. Zu der Frage von Herrn Reyhn sagt sie, dass die Linienführung der Linien 21/22 sehr gut sei und diese daher nicht angerührt werden. Die Erlöse seien kniffelig zu berechnen, daher sei eine Probezeit von einem Jahr angesetzt. Die Beschaffung des Busses werde einige Zeit in Anspruch nehmen, da nach einem Beschluss des Rates nur Elektrobusse angeschafft werden dürfen. Herr Koss ergänzt, dass die Linie 23 dann am ZOB geladen werden würde.

 

Herr Koss teilt mit, dass im Nahverkehrsplan Kriterien festgelegt wurden, die es nun umzusetzen gelte. Dazu zähle beispielsweise ein 300m Radius zur nächstgelegenen Bushaltestelle. Dies wurde in Nikolausberg bislang noch nicht umgesetzt.

 

Frau Dr. Sürmann erklärt, dass ein Angebot für alle gelten müsse, unabhängig davon, ob es sich finanziell lohne. In Nikolausberg beobachtet man häufig Personen, die mit dem Auto zur Haltestelle fahren, um dort in den Bus einzusteigen. Als Bergdorf dürfe der Fußweg gerade für ältere oder invalide Personen nicht unterschätzt werden.

 

Frau Dr. Gerischer erfragt, ob die Linie 23 eine Schnellbuslinie sei und ob die Planungen für eine Wendemöglichkeit am MPI mit der Änderung die Linienführung abgegolten sei. Herr Schreiber erfragt, ob eine Verringerung der Taktzeit der Linien 21/22 die Finanzierung der neuen Buslinie Rechnung tragen würde. Herr Reyhn empfände dies als fatales Zeichen. Die Einstige wurden positiv bewertet und die Taktung sollte nicht in Frage gestellt werden. Herr Scherer teilt mit, dass ein Wendehammer in der Senderstraße nicht gut sei, da dies zu einer weiteren Versiegelung führen würde. Die Variante 4 sei für ihn daher gut vertretbar.

 

Herr Koss teilt mit, dass die Linie 23 keine Schnellbuslinie sei, sondern ein Halbmesser, da sie nur bis zum Bahnhof fahre. Das Wenden am MPI wäre obsolet, wenn die Linienführung dauerhaft nach Nikolausberg verlegt würde. Eine Wendeschleife wäre dort nur unter erschwerten Bedingungen und seht teuer machbar. Zu der Frage von Herrn Scherer teilt Herr Koss mit, dass eine Wendeschliefe in der Senderstraße auf einem Grundstück gebaut werden müsste, welches der Stadt nicht gehöre. Damit sei diese Umsetzung unverhältnismäßig teuer. Zu Herrn Schreibers Aussage teilt Herr Koss mit, dass aus planerischer Sicht eine Taktverdichtung angestrebt werde. Aus der Sicht eines Kämmerers wäre dies sicher anders. Frau Engelmann teilt zu diesem Thema mit, dass durch die Ladezeit der Elektrobusse eine Taktveränderung nicht sinnvoll sei.

 

Frau Margraf bedankt sich für die Vorstellung der Alternativen und den konstruktiven Austausch.

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 210520_NVP_Prüfaufträge_Nikolausberg (1614 KB)      

 

 

 
 

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