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19. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 20.04.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 16:55 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Badeparadies, Windausweg 60
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Limbach stellt den vorliegenden Antrag der CDU-Fraktion vor. Seit eineinhalb Jahren können Grundschulkinder aufgrund der Pandemie-Lage die Grundfertigkeiten des Schwimmens nicht mehr erlernen. Um Defiziten entgegenzuwirken, bittet die CDU-Ratsfraktion die Verwaltung, die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Einrichtung einer Summer-Swim-School zu prüfen, eine Kostenschätzung abzugeben und bei der Suche nach Sponsoring-Partnern zu unterstützen. Da die Schulen die Defizite im regulären Unterricht voraussichtlich nach der Pandemie nicht aufholen können, wäre eine ergänzende Schwimmlernoffensive nachmittags, an Wochenenden und in den Ferien hilfreich, um die lebenswichtige Schwimmfertigkeiten erlernen zu lassen.

Herr Dr. Häntsch bedankt sich für die Vorstellung und berichtet über den aktuellen Stand anderer Bundesländer bezogen auf die vorliegende Problematik. In Schleswig-Holstein gibt es seit Ende der Osterferien eine Schwimmlernoffensive, hier ist seit Ende März der Schwimmunterricht wieder zulässig. In Hessen ist Schul- und Vereinssport seit März wieder möglich. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist man mit Ideen und Konzepten weiter als in Niedersachsen. Die DLRG empfiehlt zudem ausdrücklich, Schwimmunterricht für Kinder stattfinden zu lassen, um die Schwimmfähigkeit zu erwerben, zu erhalten und zu verbessern.

Frau Binkenstein sieht ebenfalls die Notwendigkeit des Schwimmlernens bei Kindern, sieht das Projekt angesichts der in den Göttinger Bädern zur Verfügung stehenden Wasserflächen und den erforderlichen Übungsleiter*innen für mögliche 1.000 Schwimmabzeichen aber als schwierig umzusetzen an. Der Niedersächsische Landesschwimmverband ist bereits in Gesprächen mit dem Kultusminister Grant Hendrik Tonne bzgl. möglicher Sondergenehmigungen für den Schwimmunterricht in kleinen Gruppen sowohl in Hallen- als auch in Freibädern. Die Überlegungen für Schwimmlernkurse nicht nur für Grundschulkinder, sondern auch Aufbaukurse für Kinder bis 16 Jahre, ist aber definitiv wichtig.

Herr Wedrins befürwortet die Überlegungen zu einer Schwimmlernoffensive ebenfalls, betont aber, dass wir von einem „Normalzustand“ weit entfernt sind. Zwar sind die Inzidenzen leicht rückläufig, Schulen drohen aber in das Szenario C (Distanzunterricht) zurückzufallen. Die Voraussetzung für ein solches Vorhaben ist es natürlich, dass die Bäder geöffnet werden und selbst dann stehen nur begrenzte Kapazitäten aufgrund der aktuellen Corona-Bedingungen zur Verfügung. Er bittet daher um vorsichtige Prüfung des Antrags und ein stufiges Verfahren zur Umsetzung.

Herr Gruber berichtet, dass die GoeSF Ideen für zusätzliche Maßnahmen für Schwimmkurse gesammelt hat und die Chance, sobald möglich, auch ergriffen werden sollte, sowohl das Freibad Brauweg als auch das Gruppenbad und das Sportbecken der Eiswiese für die Schwimmlernoffensive zu nutzen. Gemeinsam mit den Schwimmsportvereinen TWG und ASC sollte es bei einer Öffnung der Bäder möglich sein, bis zu 1000 Kinder zu versorgen.

Herr Gruber erläutert, dass die Maßnahmen der GoeSF in Wochenend-Schwimmkursen im Gruppenbad und Bewegungsbecken über die Vereine TWG und ASC sowie zusätzlichen Belegungen von zwei Bahnen im Sportbecken und der Nutzung des Nichtschwimmerbeckens im Badeparadies bestehen. Darüber hinaus können Bahnen im Freibad Brauweg zur Verfügung gestellt sowie zusätzliche Schwimm-Camps in den Sommerferien in Kooperation mit den Schulen und Vereinen abgehalten werden. Je früher die Bäder öffnen dürfen, umso schneller können die Kinder natürlich Schwimmkurse belegen und Defizite aufholen. Eine baldige Öffnungsperspektive zumindest für Gruppen, Schulen und Vereine wäre daher sehr erstrebenswert.

Frau Binkenstein bestätigt, dass der TWG die Schwimmlernoffensive in Form von Übungsleiter*innen bedienen könnte.

Frau Limbach ist bewusst, dass das Projekt nur bei einer Öffnung der Bäder realisiert werden kann. Sollte es in den Sommerferien nicht umgesetzt werden können, bittet sie um eine spätere Realisierung.

Herr Wedrins fügt hinzu, dass die Schwimmlernoffensive, sobald möglich, umgesetzt werden sollte. Er fragt, ob es sich bei den vorgestellten Kursen um reine GoeSF-Angebote handelt oder die Übungsleiter*innen der Vereine bereits involviert sind.

Herr Gruber erläutert, dass in dem vorgestellten Szenario sowohl eigene Schwimmmeister*innen als auch Übungsleiter*innen der Vereine und weiterer Institutionen bereits erfasst sind und das Projekt nur durch die Kooperation mit diesen realisierbar ist.

Herr Dr. Häntsch befürwortet die Abdeckung aller Altersgruppen von 6 bis 16 und dass nicht nur Schwimmlernkurse, sondern auch Aufbau- und Vertiefungskurse mit angeboten werden.

Herr Wedrins betont nochmals, dass die SPD-Fraktion die Idee gut findet, aber nicht Hoffnungen gemacht werden sollten, die am Ende nicht erfüllt werden können.

Da es keine weiteren Anmerkungen gibt, wird den vorgestellten Maßnahmen der GoeSF zugestimmt und somit der Antrag als umgesetzt angesehen.

Zustimmung – einstimmig

 

 

 

 
 

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