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41. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 27.04.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:41 - 21:18 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: per Videokonferenz
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Neugebauer präsentiert die Ergebnisse des ÖPNV-Kundenbarometers 2020. Er betont, dass die GÖVB bereits zum siebten Mal teilgenommen habe und die Ergebnisse auch in diesem Jahre wieder sehr gut ausgefallen sind. Erhoben wurde die Zufriedenheit der Fahrgäste zu Themenbereichen wie Angebot (Taktfrequenz, Anschlüsse, Schnelligkeit, Liniennetz), Kundenbeziehung (Beratung im Kundenzentrum, Freundlichkeit des Fahrpersonals), Verkehrsmittel (Sicherheit, Sauberkeit, Platzverhältnisse), Haltestellen (Sauberkeit, Komfort, Informationen) und Tarif (Sortiment, Preis-Leistungs-Verhältnis). Bei der Globalzufriedenheit, der Gesamtzufriedenheit, konnte eine signifikante Verbesserung von „guten“ 2,62 auf jetzt „sehr gute“ 2,38 erreicht werden. Aus diesem Grund konnten GÖVB in dem Jahr 2020 den 3. Platz in Deutschland belegen. Hervorzuheben sei zudem, dass Göttingen beim „Handy Ticket“ bzw. „Smartphone Ticket“, den ersten Platz belegen konnte.
Die Corona-Pandemie habe unterschiedliche Reaktionen bei den Nutzern des ÖPNV hervorgerufen. Fast 50 % aller Fahrgäste bleiben ÖPNV-Nutzer. Andererseits wechseln mehr als 1/3 alle ÖPNV-Kunden das Verkehrsmittel. Ebenfalls komme es zu einer Veränderung der ÖPNV-Nutzungshäufigkeit. Fast 33 % der Nutzer*innen verzichten im Augenblick ganz auf den ÖPNV. (Anmerkung: Die im Vortrag verwendete Präsentation ist im System Allris zu diesem Punkt hinterlegt.)

Aus Sicht des Aufgabenträgersgt Herr Koss hinzu, dass das ÖPNV Kundebarometer, eine ausgezeichnete Befragung sei, da insbesondere vielseitige Themenbereiche abgefragt werden. Er betont, dass die Verwaltung die Ergebnisse des ÖPNV-Kundenbarometers sehr ernst nehme und lobt im gleichen Zuge die gute Zusammenarbeit zwischen der Verkehrsplanung der Stadt Göttingen und den GÖVB. Dennoch habe man auch in Zukunft noch großes Potenzial, sich auch in Zukunft weiterzuentwickeln und stetig zu verbessern. Er sei davon überzeugt, dass man auch bei den Umfragen in den kommenden Jahren genauso gute Ergebnisse wie in den letzten Jahren erzielen könne.

Herr Holefleisch bedankt sich für den informativen Vortrag. Ihm fehlen jedoch die Meinungen und Erfahrungen der Autofahrer*innen in dieser Umfrage. Gerade diese Gruppe müsse man zukünftig ansprechen. Ziel sei es, dass zukünftige Parkraummanagement so zu gestalten, dass die Bürger*innen nicht aus Abwägungsgründen das Auto nutzen, sondern auf den ÖPNV oder das Fahrrad umsteigen.

Herr Dr. Welter-Schultes stimmt den Ausführungen von Herrn Holefleisch vollumfänglich zu. Zudem merkt er an, dass auch der Fahrradverkehr große Verluste hinnehmen musste. Die Aussage, dass die Fahrradfahrer die Gewinner seien, könne er nicht bestätigen.

Herr Koss stimmt Herrn Holefleisch zu. Die Meinungen der Autofahrer*innen im ÖPNV-Kundenbarometer fehlen. Dies sei aber ein Thema der Haushaltsbefragungen.

Herr nig fragt nach, wie viele Personen bei dieser Umfrage befragt werden.

Herr Neugebauer merkt an, dass am Ende 501 verwertbare Interviews in die Befragung einfließen. Dabei werden verschiedene Altersgruppen berücksichtigt. Demzufolge handele es sich um eine repräsentative Umfrage.
 

Sodann unterbricht Frau Morgenroth die Sitzung um 18:55 Uhr für die Bürgerfragestunde.

Frau Lattemann habe eine Frage zu letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität. Die Universität Göttingen sei gerade dabei ihre Klimaziele zu verschärfen, um bis 2030 die Klimaneutralität zu erreichen. Sie fragt sich, wie die Stadt Göttingen dazu stehe, um nicht auch bis 2030 dieses Ziel zu erreichen.

Herr Holefleisch verweist auf die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am 25.05.2021 mit dem Schwerpunkt „Klimaplan“. Über die Hintergründe werde man dann informiert.

Frau Epperlein ergänzt, dass man eng mit der Universität Göttingen im Austausch stehe. Die Universität Göttingen erarbeite derzeit ihren eigenen Klimaplan. Dieser sei der Verwaltung noch nicht bekannt.

Frau Wette fragt nach dem EU-Förderprogramm „100 Städte klimaneutral bis 2030“. Das Förderprogramm nenne als Hauptkriterien zur Auswahl förderungswürdiger Städte, den Ehrgeiz, das Engagement, die Leistungsfähigkeit und die Bürgerbeteiligung. Sie möchte wissen, wie die Stadt Göttingen vor diesem Hintergrund, die Chancen einer Bewerbung einschätze, ohne ein klares Bekenntnis aller Parteien zur Klimaneutralität bis 2030.

Herr Holefleisch weist daraufhin, dass die EU sich noch in der Vorarbeit befinde. Somit kenne man die Konzepte und Bedingungen nicht. Auch dies werde man in der Sitzung am 25.05.2021 diskutieren.

Frau Oldenburg entgegnet, dass das Ziel aller Parteien gleich sei, nur der Weg dahin sei nicht identisch.

Herr Grothey stimmt Frau Oldenburg zu. Man müsse nun die Vorlagen der Verwaltung abwarten und das Thema in der Mai-Sitzung nochmal aufgreifen.

Weitere Fragen von Bürger*innen liegen nicht vor. Die Bürgerfragestunde endet um 19:04 Uhr.
 

 

 

 

 

 

 

 

Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich TOP 5 GF Kundenbarometer 2020 - UKM-Ausschuss (1346 KB)      

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

 

 
 

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