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41. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 27.04.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:41 - 21:18 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: per Videokonferenz
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Schmidtke präsentiert zum betrieblichen Mobilitätsmanagement für die Stadtverwaltung (Standort Neues Rathaus) und geht dabei zunächst auf den Ablauf der Untersuchungen ein. Zu Beginn habe man eine Standortanalyse durchgeführt. Positiv zu bewerten seien hier die gute Erreichbarkeit des Neuen Rathauses mit dem Fahrrad, dem Auto und durch den ÖPNV. Negative Gesichtspunkte existieren in der zum Teil schlechten Ausgestaltung der Fahrradabstellanlagen sowie in den vorhandenen Dusch-und Umkleidemöglichkeiten. In Zukunft sei ein Kapazitätsausbau sowie eine Verbesserung der Situation des Fahrradparkens erforderlich.

Als weiteren Schritt habe man eine Organisationsanalyse durchgeführt und zwar die Prüfung der vorhandenen Strukturen hinsichtlich der Dienstmobilität. Als Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die derzeitige Vergabepraxis von Stellplätzen die Anerkennung der dienstlichen Notwendigkeit der Nutzung des Privat-PKWs benstige. Zudem komme es bei intensiverer Nutzung zu einer Vergünstigung des Entgelts der Stellplätze. Die flexible Arbeitszeit stelle jedoch Fahrgemeinschaften vor eine Herausforderung.

Die darauffolgende Fuhrparkanalyse mit einer Auswertung von 1798 Dienstfahrten habe gezeigt, dass Privat-PKWs dienstlich intensiv genutzt werden. Es bestehe vormittags ein höherer Bedarf an Dienstfahrzeugen als nachmittags. Darüber hinaus habe man einen hohen Anteil an Kurzstreckenfahrten und kurzen Buchungsdauern. Insgesamt bestehe noch ein Potenzial für Elektromobilität.

In der abschließenden Erreichbarkeitsanalyse, eine Untersuchung der Erreichbarkeit für Mitarbeiter*innen, konnte festgehalten werden, dass das Neue Rathaus eine grundsätzlich gute ÖPNV-Anbindung habe. Es bestehe ein hohes Potenzial für die Fahrrad-/Pedelec-Nutzung. Das Nutzenoptimum der Zweiradmobilität sei insgesamt hoch. Abschließend geht sie auf die zukünftigen Handlungsfelder und Mnahmen ein. Beispiele hierfür sind, die Ausweitung des Jobtickets, der Ausbau von Fahrradabstellanlagen, bedarfsgerechte Ausweitung des Mobilitätsangebotes sowie eine weitere Prozess- und Kostenoptimierung. (Anmerkung: Die im Vortrag verwendete Präsentation ist im System Allris zu diesem Punkt hinterlegt.)

 

Herr Holefleisch erklärt, dass man untersuchen müssen, wie viele Mitarbeiter aus welcher Entfernung mit dem Auto zum Neuen Rathaus fahren, um dann zu analysieren, wie viel Kosten für den Einzelnen entstehen.

 

Herr nig fragt nach, wie viele E-Bikes die Stadt Göttingen besitze und wie hoch der Anteil an Elektrofahrzeugen sei.

 

Herr Grothey bedankt sich für den guten Vortrag. Er fragt die Verwaltung, ob man nicht mit Restriktionen arbeiten nne.

 

Frau Schüle-Rennschuh merkt an, dass sie gerne mehr Informationen über die Motivlage der Verkehrsteilnehmer habe. Man müsse vielmehr hinterfragen, warum bei Dienstfahrten beispielsweise das Auto genutzt werde.

 

Frau Bank fragt nach, was mit dem Begriff „weitere Prozess- und Kostenoptimierung“ gemeint sei.

 

Herr Dr. Welter-Schultes schließt sich den Ausführungen von Frau Schüle-Rennschuh an. Man müsse erfragen, warum die Mitarbeiter nicht das Fahrrad benutzen, sondern eher das Auto.

 

Frau Schmidtke verdeutlicht, dass die Anzahl der Personen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, wie schon erwähnt, von der Motivlage abhänge. Dies wolle man in der vorab angesprochenen Mitarbeiterbefragung thematisieren, um gleichzeitig nach weiteren Anreizmöglichkeiten zu suchen, die einen Umstieg auf das Fahrrad zur Folge haben.

Die Anzahl der E-Bikes wolle man weiterhin erhöhen. Den konkreten Anteil an Elektrofahrzeugen können man nicht genau beziffern, da das betriebliche Mobilitätsmanagement nur auf den Standort „Neuen Rathaus“ angewandt werde. Hier bestehe aber noch weiteres Potenzial. Zum Thema „Restriktionen“sse man zunächst ein Angebot schaffen, bevor man beispielsweise durch Dienstanweisungen die Fahrradmobilität in den Vordergrund stellt.

Bezüglich der „Prozess-und Kostenoptimierung“hrt sie aus, dass die Stadt Göttingen bestimmte Richtlinien für Dienstreisen oder andere Prozesse im Haus habe. Diese wolle man optimieren, um auch letztlich die Kosten der Mobilität so gering wie möglich zu halten.

 

 

Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich TOP 7 2021-04-27 BMM_UWA (625 KB)      

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

 

 
 

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