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30. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
TOP: Ö 12
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 25.02.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:15 - 20:43 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB67/0309/18-1 "Verlandung des Kiessees verhindern - Maßnahmen ergreifen!" (Antrag der SPD-Ratsfraktion zur Ratssitzung am 13.04.2018)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
  Bezüglich:
FB67/0309/18
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt Beteiligt:Göttinger Sport- und Freizeit GmbH & Co. KG
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Maashrt in das Thema ein.

Herr Rücker trägt vor (der Vortrag ist im ALLRIS-System hinterlegt).

Herr Maashrt einleitend aus, dass ein Konzept erstellt werden solle, in dem die technische Umsetzung, die Zeitdauer der Maßnahme und der finanzielle Aufwand  konkretisiert werde. Dabei werde hervorgehoben, dass es beim Kiessee ein gesamtstädtisches Interesse im Hinblick auf Erholung und Sport gebe. Die Kosten für das Gutachten werden auf 50.000 € geschätzt. Dabei bestehe der Wunsch, die Mittel im Zuge der Haushaltsberatungen für den Haushalt 2021 einzustellen. Zu einem späteren Zeitpunkt solle geprüft werden, ob es im Rahmen der Umsetzung Möglichkeiten zur Förderung gebe.

Herr Dr. Wiedemann gibt zu bedenken, dass einige Tierarten auf Sedimente angewiesen seien. Er halte das Absaugen für die bessere Alternative.

Zudem stelle er einen Ergänzungsantrag dahingehend, dass die Möglichkeit, ein Sedimentationsbecken im Süden des Kiessees zu bauen, geprüft werden solle. Mannne dies naturnah gestalten. Zudem könne es eventuell auch für die Entsorgung des Aushubs genutzt werden. Ferner sei die Höherlegung der Staustufe zur Reduzierung des Sedimentes zu prüfen.

Herr Rücker antwortet, der Zufluss sei bereits wegen des Nährstoffeintrages reduziert worden. Man benötige noch kühleres Wasser im Zufluss. zurzeit betrage die Zulaufmenge 60 l/Sek. Im Letzten Jahr seien die Verhältnisse im See recht stabil gewesen. Der niedrige Fischbestand ergebe sich auch durch die Kormorane. Ein Sedimentationsbecken benötigte eine sehr große Fläche.

Frau Friedrich-Braun ergänzt, man brauche die Flächen im Süden für die Kompensationsmaßnahmen der A 7 und des Festen Hauses.

Herr Grothey erinnert, der Antrag habe seinen Ursprung in einer Anfrage aus dem Sport. Die grob kalkulierten Kosten der Verwaltung halte er für zu hoch angesetzt. Die Landesforsten hätten in den vergangenen Jahren öfter mal Teiche im Harz entschlammt. Herr Grothey schlägt vor, dass die Verwaltung mit Herrn Thiery (Nds. Landesforsten Reinhausen) Kontakt aufnimmt. Weiterhin wäre es aus Kostengründen sinnvoll, eine ortsnahe bodengebundene Verwertung zu suchen. Auch würden damit Transportwege minimiert.

Herr Rücker sagt, der Kiessee habe auch diese Funktion. Der Gedanke werde aufgenommen.

Herr Wedrins unterstreicht die Funktion Naherholungsgebiet, das auch sportlich genutzt werde. Man müsse langfristig vorbereitet sein. Deshalb sei eine Berücksichtigung dieser Thematik im nächsten Haushalt zwingend notwendig.

Herr Dr. Wiedemann spricht die Notwendigkeit einer Reduzierung des Nährstoffgehaltes an. Ein Sedimentationsbecken sei daher sinnvoll.

Frau Morgenroth stellt die Frage an die Verwaltung, ob die von Herrn Dr. Wiedemann und Herrn Grothey angesprochenen Aspekte bei einer Beauftragung eines Konzeptes Berücksichtigung finden könnten.

Frau Friedrich-Braun sagt eine Berücksichtigung zu.

Herr Wedrins sieht in den Vorschlägen von Herrn Dr. Wiedemann eine weitgehende Neuauflage des Kiessees.

Herr Rücker sagt, dass die dafür nötige Fläche das Problem sei, dies aber geprüft werden könne.

Frau Morgenroth stellt die Frage in den Raum, ob der Antrag um die Beiträge von Herrn Dr. Wiedemann (Sedimentationsbecken) und Herrn Grothey (Aufbringen von Sediment auf anderen Flächen) ergänzt werden solle.

Herr Maas sagt, dass letzterer Gedanke im Konzept Berücksichtigung finden könne.

Herr Wedrins gibt zu bedenken, dass am Kiessee keine Fläche für ein Sedimentationsbecken zur Verfügung stünde. Die Funktionalität des Kiesseebereiches wäre dann nicht mehr gegeben.

Herr Holefleisch fragt nach anderen Möglichkeiten der Begrenzung des Sedimenteintrages.

Frau Friedrich-Braun entgegnet, dass es bisher keine Gewässerunterhaltung beim Kiessee gegeben habe.

Frau Morgenrothsst darüber abstimmen, ob nun der Beitrag von Herrn Dr. Wiedemann Bestandteil des Antrages werden solle.

 

Das wird mehrheitlich abgelehnt (2 Jastimmen, 3 Neinstimmen, eine Enthaltung).

Herr Dr. Wiedemannndigt daraufhin einen diesbezüglichen Antrag für eine der kommenden Sitzungen an. Ein einfaches Absaugen des Sediments sei keine nachhaltige Lösung. Spätestens nach 10 Jahren müsse nämlich wieder abgesaugt werden.

 

Der eigentliche Antrag wird einstimmig angenommen (6 Jastimmen).

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich TOP 12 Kiessee Verlandung (86 KB)      

 

Die Erarbeitung eines Konzeptes zur Entschlammung des Kiessees wird von der Verwaltung beauftragt.

 

 

 
 

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