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27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 1
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 20.02.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 18:17 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Beschluss

Herr Arndt begrüßt die Anwesenden und stellt nach Eröffnung der 27. Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft die ordnungsgemäße Ladung und Beschlussfähigkeit fest.

Herr Arndt verweist darauf, dass Herr Dr. Böhme aufgrund seines Eintritts in den Ruhestand heute letztmalig als Mitarbeiter der Verwaltung an einer Sitzung dieses Ausschusses teilnehme. 

Frau Broistedthrt nachfolgend aus, dass mit Herrn Dr. Böhme ein fundierter Kenner der Göttinger Stadtgeschichte nach 23 Jahren die Stadtverwaltung verlasse und verweist im Verlauf ihrer Ausführungen auf die zahlreichen von ihm federführend initierten oder maßgeblich begleiteten Projekte wie die Erforschung der NS-Zwangsarbeit und des Widerstandes gegen das NS-Regime in Göttingen, der Verlegung von „Stolpersteinen, des Konzeptes zur Erinnerungskultur, der Einrichtung eines Außendepots für das Museum, die Vorbereitung des Umzuges des Stadtarchivs, die Aufstellung eines Museumskonzeptesr das Städtische Museum sowie das Provinienzforschungsprojekt der Stadt Göttingen. Darüber hinaus wurden in seiner Amtszeit mindestens 26 Sonderausstellungen im Städtischen Museum angeboten. Sie verweise aber auch auf die seit 2005 in Doppelfunktion von Herrn Dr. Böhme wahrgenommene Leitung von Stadtarchiv und Städtischem Museum, für die sie ihm besonders danke. Eine weitere Herausforderung sei für ihn die bis heute nicht abgeschlossene Sanierung des Städtischen Museums gewesen, die er mit Hartnäckigkeit und großen Anteilen am bisher Erreichten vorangetrieben habe.

Herr Dr. Böhme verweist darauf, dass nach der Übernahme der Leitung des Museums dieses zunehmend seine Kraft und sein Engagement gebunden habe und die Arbeit als Archivar in den Hintergrund trat. Dass die Arbeit des Archivs dennoch störungsfrei weiterlief, verdanke er den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Den Wechsel in der Leitung des Stadtarchivs hin zu Frau Kalisch bezeichne er als „Glücksfall, da die großen neuen Aufgaben wie der Aufbau eines digitalen Archivs von ihr mit großer Kompetenz umgesetzt werden könnten. Im Zusammenhang mit der Sanierung des Städtischen Museums verweise er mit Blick auf die Standortdiskussionen darauf, dass von Seiten des Fachdienstes Museum immer der Standtort am Ritterplan als der am besten geeigneste angesehen wurde. Im Zusammenhang mit dem Museumskonzept verweise er darauf, dass dieses das einzige unter breiter Beteiligung der Göttinger Bevölkerung entwickelte Konzept für eine Kultureinrichtung sei. Ein Tiefpunkt sei für ihn im Jahr 2014 die Vorlage gewesen, die Budgets der Fachdienste Kultur, Archiv und Museum um 180.000 Euro zu kürzen, was aber von einer Ratsmehrheit verhindert werden konnte. Kritik äere er an dem Umstand, dass niemals eine rationale Begründung der Überlegungen erfolgte, warum das Museum nicht am Standort Ritterplan verbleiben könne und er verweise in diesem Zusammenhang auf die seiner Ansicht nach verpassten Chancen und rdermittel. Abschließend danke er für die menschlich immer außerordentlich faire Zusammenarbeit und wünsche seinen Nachfolgerinnen Frau Kalisch und Frau Rechenberg viel Erfolg für ihre Arbeit.

Herr Arndt erklärt, dass er Herrn Dr. Böhme im Namen des Ausschusses für die geleistete Arbeit danke und ihm persönlich für seinen weiteren Lebensweg alle Gute wünsche.

Frau Broistedt verweist darauf, dass mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Böhme die Personalunion bei der Leitung von Stadtarchiv und Museum aufgelöst wurde. Die bisher mit einer halben Stelle geführte Archivleitung wurde wieder mit einer ganzen Stelle mit Frau Kalisch besetzt. Die Leitung des Museums werde von Frau Rechenberg kommissarisch übernommen. Sie verweise aber darauf, dass im Rahmen einer museumsfachlichen Begleitung der Sanierung die Personalausstattung diskutiert werden müsse.

Frau Kalisch erläutert im Anschluss an eine Vorstellung ihrer Vita den Stand beim Umzug des Stadtarchivs. So erfolgte Ende Januar der Umzug der Büros und der Bibliothek in die neuen Räume in der Weender Landstr. 69. Ab Montag, den 24.02.20, sei der Umzug des Archivgutes in die neuen Räumlichkeiten geplant. Der gesamte Umzug werde voraussichtlich sechs Wochen dauern, eine genauere Zeitplanung aber sei erst nach der ersten Umzugswoche möglich.  

Frau Rechenberg verweist auf die am 23.02.20 geplante Eröffnung der Ausstellungndel_Göttingen_1920“, die in Kooperation mit den Intern. Händel-Festspielen Göttingen anlässlich deren 100jährigen Jubiläums durchgeführt werde. Die Ausstellung beziehe sich hauptsächlich auf die zeit- und stadtgeschichtlichen Umstände des Jahres 1920, dem Gndungsjahr der Göttinger Händel-Festspiele. Die musikwissenschaftlichen Aspekte würden in einem eigens in Kooperation mit den ndel-Festspielen produzierten Film beleuchtet. Weiterhin verweist sie auf den seit Ende letzten Jahres vom Städtischen Museum eingerichteten Instagram-Account.

 
 

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