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49. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 09.01.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 21:41 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB61/1739/19 Wochenmarktplatz: Weitere Planung und Umgestaltung
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Hoffmann verweist auf die Vorlage der Verwaltung und erläutert diese. Die Umgestaltung des Wochenmarktplatzes stelle eine der wesentlichen Maßnahmen im Sanierungsgebiet dliche Innenstadt“ dar.

 

Im Vorfeld hätten in einem Workshopverfahren fünf eingeladene Fachbüros je ein Gestaltungskonzept erarbeitet. Nach einer umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligung habe sich das Auswahlgremium dann r den Entwurf des Büros lad+ landschafts­architektur diekmann“ aus Hannover geeinigt. Das Büro sei sodann mit der weiteren Ausarbeitung bis hin zu einer Entwurfsplanung beauftragt worden. Erste Entwürfe hierzu seien dem Ausschuss bereits im September 2019 vorgestellt worden. Gegeber diesem Berichtsstand tten sich jedoch nunmehr einige Änderungen ergeben: So habe man von den Hochbeeten Abstand genommen; das „Platanendeck“ sei jedoch ebenso wie das Fontänenfeld noch Gegenstand der Planungen. Als Gestaltungselement sei ferner die Aufbringung von Buchstaben vorgesehen; diesen dienten gleichermaßen der Orientierung, wie auch als „pfspiel“. Die Feuerwehrzufahrt von der Hospitalstraße aus solle nun nicht mehr auf der Ostseite, sondern eher mittig (in Höhe des derzeitigen Tores) erfolgen.

 

Auf dieser Grundlage seien zwischenzeitlich weitere Gespräche mit den Gastronomiebetrieben sowie mit den Anwohnern geführt worden; ferner sei der Unterausschuss „dliche Innenstadt“ über den aktuellen Sachstand informiert worden.

 

Ein wesentlicher Diskussionspunkt sei dabei stets die geplante Aufgabe der abgepollerten Fahrspur gewesen. Dieser sungsansatz werde zwar von den anliegenden Gastronomiebetrieben weitgehend begrüßt, Anlieger und Gewerbetreibende hingegen wollten v.a. sichergestellt wissen, dass die Grundstückszuwegung r Kraftfahrzeuge - und hier insbesondere r den Lieferverkehr auch hrend des Wochenmarktbetriebes erfolgen nne. Kritisch werde hier insbesondere die Situation am Samstag gesehen, da an diesem Tag der Markt sowohl von Seiten der Beschicker, wie auch auf Seiten der Kunden, sehr stark frequentiert werde. Diesen Bedenken sei Rechnung getragen worden, indem der Fahrbereich auf 6 m (abzüglich Markisen) verbreitert worden sei. Diese Breite genüge auch den Anforderungen der Feuerwehr.

 

Frau Mann regt an, ggfs. auch eine taktile Leitlinie zu verlegen. Frau Hoffmann sagt eine Prüfung zu. Allerdings gebe sie zu bedenken, dass ein derartiges System auch stets über definierte Anfangs- und Endpunkte in Verknüpfung mit angrenzenden Verkehrswegen verfügen müsse. Dies sei hier jedoch nicht gewährleistet. Aus Sicht von Frau Mann sollten dann aber zumindest die Buchstabenmarkierungen tastbar ausgeführt werden.

 

Frau Walbrun kritisiert, dass aus den der Vorlage beigefügten Unterlagen nicht ersichtlich sei, welche der dort dargestellten Bäume Neuanpflanzungen seien, und wo es sich um Bestandsbäume handele resp. in welchem Umfang Bestandsbäume gefällt werden müssten. Frau Hoffmann sagt zu, über das Protokoll eine entsprechende Übersicht zur Verfügung zu stellen. (Anmerkung des Protokollanten: Die fraglichen Übersicht ist im System allris der Niederschrift zu diesem Tagesordnungspunkt beigefügt.)

 

Auf Nachfrage von Herrn Dr. Wiedemann teilt Frau Hoffmann mit, dass die Verwaltung derzeit mit den Stadtwerken hinsichtlich einer möglichen Fassadenbegrünung des Parkhauses in Gesprächen stehe. Herr Feuerstein bittet zu prüfen, ob die Bauarbeiten am Albaniplatz nicht genutzt werdennnten, um parallel eine Aufstockung des Parkhauses um ein oder zwei Halbdecks durchzuführen.

 

Eine weitere Verständnisfrage von Frau Binkenstein beantwortet Frau Hoffmann.

 

Herr Dr. Wiedemann kritisiert die Buchstabenmarkierung als Hüpfspiel; dies sei ideenlos. Herr Lindemann tritt dieser Einschätzung entgegen. Die Buchstaben dienten überdies der Orientierung für die Marktbeschicker. Es handele sich hier um eine einfache Mnahme, ohne dass hierdurch die Funktionalität des Marktbetriebes eingeschränkt werde.

 

Auf Nachfrage von Herrn Arnold erläutert Frau Hoffmann, dass die Jury-Entscheidung nicht nur die Auswahl des Büros, sondern zugleich auch die Festlegung auf einen Entwurf beinhaltet habe; das Verfahren unterscheide sich insofern vom Vorgehen beim Albaniplatz.

 

Herr Arnold erklärt, dass er die Aufgabe der Abpollerung auf der Ostseite des Platzes zunächst sehr kritisch gesehen habe. Auf der Grundlage der sehr exakten Aufmaße habe aber seines Erachtens nachgewiesen werden können, dass hier eine praktikablesung entwickelt worden sei. Im Ergebnis könne er der Vorlage nunmehr zustimmen.

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Sodann unterbricht Herr Arnold nach Zustimmung des Ausschusses die Beratung der Ausschussmitglieder, um Bürgeranhörungen i.S.v. § 62(2) NKomVG zu diesem Tagesordnungspunkt zuzulassen.

 

Herr Papechte sichergestellt wissen, dass bei der Umgestaltung des Wochenmarktplatzes kein Tropenholz verwendet werde. Ferner rege er an, im Zuge der geplanten Neupflanzungen auch Walnussbäume oder ähnliche fruchttragende Gehölze zu pflanzen.

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Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 20200116_LP_Baumstandorte (11883 KB)      

Der Bearbeitungsstand zur Umgestaltung des Wochenmarktplatzes und die prognostizierte Zeitschiene werden zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der aus dem Wettbewerbsbeitrag weiter ausformulierte Freiraumentwurf (siehe Anlage 1) dient als Grundlage für die weitere Bearbeitung.

Die Umgestaltung des Wochenmarktes soll unabhängig von der Sanierung des Otfried-Müller-Hauses in 2021 erfolgen.

 

 

Einwohnerinnen und Einwohner fragen Ausschuss und Verwaltung:

 

Es liegen keine weiteren Einwohnerfragen vor.

 

 
 

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