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24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsrat Weende/Deppoldshausen Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 12.12.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:10 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Thiehaus Weende, Breite Str. 17, 37077 Göttingen-Weende
Ort:
FB61/1713/19 Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 61
"Wohnpark Junkerberg"
- Zustimmung zum Entwurf und zur öffentlichen Auslegung
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Ludolph begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Scharf aus dem Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung sowie Frau Leuner-Haverich und Frau Arndt von der Städtischen Wohnungsbau Göttingen. Er schlägt vor, den Bebauungsplan zunächst vorstellen zu lassen und die eingereichten Fragen der Bürgerinitiative beantworten zu lassen, dann die Beratung im Ortsrat vorzunehmen sowie die Bürgerfragestunde zu diesem Punkt vorzuziehen. Im Anschluss stimmt der Ortsrat darüber ab.

 

Der Ortsrat stimmt einstimmig für dieses Vorgehen.

 

Herr Scharf stellt die aktuellen Planungen vor und zeigt anschaulich den Bebauungsplan. Für das weitere Vorgehen sei eine Beratung im Bauausschuss am 09.01.2020 geplant und anschließend die öffentliche Auslegung voraussichtlich ab Ende Januar. Der genaue Zeitraum werde im Amtsblatt der Stadt Göttingen bekannt gegeben.

 

Anschließend beantwortet Herr Scharf die Fragen der Bürgerinitiative (siehe Anlage 1).

 

Frau Leuner-Haverich erwähnt, dass an dem Standort 40 bezahlbare Wohnungen geschaffen werden sollen und ein ebenerdiges Parken möglich sei. Eine Tiefgarage würde den Bau zu teuer machen. Das Gelände solle attraktiv und grün gestaltet werden.

 

Auf die Frage von Herrn Berger bzgl. der Parkplatzsituation vor Ort, teilt Frau Leuner-Haverich mit, dass von der Stadt 0,7 Parkplätze pro Wohnung gefordert seien. Es werde jedoch versucht mehr Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Jedoch sei die Verpflichtung umen zu Pflanzen ein Grund dafür, dass ein paar Bereiche nicht als Parkplatz genutzt werden können.

 

Herr Arnold gibt zu bedenken, dass bei dem Bau an der B27 die Nachfrage nach Parkplätzen kleiner gewesen sei, als das Angebot. Dies sei folglich kein Argument gegen den geplanten Bau am Junkerberg. Ebenso stelle die Verschattung in diesem Bereich kein Problem dar. Er fragt nach, ob die Wohnungen alle seniorengericht und teilweise sogar behindertengerecht gebaut werden. 

 

Herr Roth erklärt, dass die Stadt Zuwachs habe und daher vor allem bezahlbare Wohnungen benötige. Er erfragt dennoch die genaue Höhe der Gebäude. Herr Scharf teilt mit, dass Gerichte entschieden hätten, dass die Höhe der Gebäude eine Prüfbare Größe sein müsse, daher werden in den Bebauungsplänen die Zahlen in Höhe des Geländes über NN und die Obergeschosskante ebenfalls in Höhe über NN angegeben. Es gebe dabei nur einen kleinen Spielraum. Die genaue Vermessung erfolge erst noch.

 

Auf die Aussage von Herrn Thegeder betr. des bezahlbaren Wohnraums teilt Frau Leuner-Haverich mit, dass der Auftrag lautet, langfristig günstige und attraktive Wohnungen zu schaffen. Dies müsse jedoch für die SWG wirtschaftlich sein. Alle Wohnungen werden behindertengerecht gebaut und es gebe bereits viele Interessentinnen und Interessenten, auch aus Weende.

 

Herr Culp erkundigt sich nach der Möglichkeit, den Baumbestand am Friedrich-Rettig-Weg zu erhalten. Frau Arndt teilt mit, dass ein Teil davon erhalten bleibe.

 

Einwohnerinnen und Einwohner fragen Ortsrat und Verwaltung:

 

Frau Bachmann bedauert, dass die Fragen nur unzureichend beantwortet wurden. Die Einwohnerinnen und Einwohner möchten gern mitentscheiden, jedoch würde das unterbunden werden. Z. B. habe der Ortsrat die gewünschte Besichtigung vor Ort nicht komplett wahrgenommen. Sie erfragt, ob es einen Architektenwettbewerb gegeben habe und wie verhindert werden solle, dass die Nachbarstraßen überlastet und zugeparkt werden.

 

Herr Roth betont, dass das Engagement gut sei, jedoch der Ortsrat nichts entscheiden könne. Die Entscheidung liege bei dem Rat der Stadt Göttingen und dem Bauausschuss. Er bittet darum, bei der öffentlichen Auslegung die Möglichkeit der Stellungnahme zu nutzen und das Engagement daher an der richtigen Stelle einzubringen.

 

Frau Fischer- Kallmann weist den Vorwurf zurück, dass der Ortsrat die Gelegenheiten vor Ort nicht kennen würde. Jedoch müsse auch bedacht werden, dass alle Bürgerinnen und Bürger von Weende durch den Ortsrat vertreten werden und nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner am Jungkerberg. Und diese hätten ebenso ein Anrecht darauf schön und preiswert zu wohnen. Das Thema Ausnutzung der öffentlichen Parkflächen sei ein Thema, jedoch werden für die Häuser genug Parkplätze geschaffen.

 

Herr Dr. Welter-Schultes erfragt, warum die Bürgerinnen und Bürger nicht frühzeitig informiert wurden. An anderen Stellen in Göttingen habe das gut funktioniert. Daraufhin erwidert Herr Roth, dass man von einem Fall keine Rückschlüsse auf andere Bauvorhaben ziehen könne. Es gebe eine Beteiligung der Öffentlichkeit, dort können die Einwände eingebracht werden.

 

Frau Bachmann bittet den Ortsrat darum, zukünftig auch bei Ortskenntnis einen Ortstermin wahrzunehmen, damit die Bürgerinnen und Bürger angehört werden können.

 

Frau Abramowski verdeutlicht noch einmal, dass es in der heutigen Sitzung nur darum gehe, dem Entwurf und der öffentlichen Auslegung zuzustimmen.

 

Nach weiterer Diskussion über die mögliche Einsichtnahme aus den neuen Wohnungen zum Friedhof und der möglichen Ruhestörung, wird die Einwohnerfragestunde beendet.

 

Der Ortsrat stimmt mit 11 Ja- und einer Nein Stimme.

 

 

1. Dem Entwurf des Bebauungsplans Göttingen-Weende Nr. 61 „Wohnpark Junkerberg“ und seiner Begründung wird zugestimmt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, für den o. g. Bebauungsplan die öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden gem. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

3. Ziele und Zwecke der Planung:

 Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines Wohngebietes mit Geschosswohnungsbau mit ca. 40 WE, davon 30% als öffentlich geförderter Wohnraum

 Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzung für eine Einrichtung für Seniorenwohnen und Senioren-Tagesbetreuung

 planungsrechtliche Absicherung der vorhandenen Kindertagesstätte

 Festsetzung der öffentlichen Verkehrsflächen zur Erschließung des Gebiets

 Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebiets gem. § 4 BauNVO

4. Geltungsbereich:

Das Plangebiet befindet sich im Norden des Göttinger Stadtgebiets in der Gemarkung Weende. Es liegt am Rande der vorhandenen Wohnbebauung des Ortsteils Weende-Nord am Friedhof Junkerberg, Ecke Friedrich-Rettig-Weg und Heinrich-A.-Zachariä-Bogen. Das Plangebiet hat einschl. der Verkehrsflächen eine Größe von rd. 8.500 m².

Maßgeblich ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:500.

 

 
 

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