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27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 14.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:07 - 17:58 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB51/0687/19 "Kitabedarfsplanung neu aufstellen - Strategisches Kita-Ausbauprogramm" (Antrag der SPD Ratsfraktion vom 02.05.2019)
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:51-Fachbereich Jugend   
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Herr Klaus Dieter Schmidt verweist auf die angespannte Situation bei den Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten. Man habe seit Jahren eine hohe Zahl an Geburten, niedrigere Wanderungsverluste bei Kindern als erwartet sowie die Zuwanderung von Flüchtlingen. Diese Faktoren führten dazu, dass im Krippen- und Kindergartenbereich eine Unterversorgung bestehe. Außerdem gebe es ein Personalproblem. Im laufenden Jahr hätten 20 pädagogische Mitarbeiter*innen städtischer Kindertagesstätten um einen Auflösungsvertrag gebeten. Zu den im Antrag gemachten Vorschlägen sei zu sagen, dass vieles schon Realität sei.

 

Herr Dr. Hermann begrüßt die Stellungnahme der Verwaltung, insbesondere im Hinblick auf Punkt 6. Bezüglich der Versorgung in der Weststadt und Grone könne er von einer Vorstellung in der SPD-Fraktion berichten. Es sei eine neue Kindertagesstätte bei der Bezirkssportanlage Grone geplant. Gebaut würde diese durch die GöSF (Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG), welche sich für den ASC als Träger entschieden habe. Der ASC werde dort eine Sportkindertagesstätte mit besonderem Augenmerk auf Bewegungserziehung betreiben, was im Hinblick auf steigende Fallzahlen bei Diabetes und Adipositas sinnvoll sei. Der Ausbau der Kita in Holtensen sei, trotz der eintretenden Verzögerung, ebenfalls ein gutes Signal. Er könne den Antrag als erledigt ansehen, allerdings müsse man das Thema weiterverfolgen.

 

Herr Klaus Dieter Schmidt antwortet auf Fragen aus dem Ausschuss. Die Bevölkerungsstände werden für die Bedarfsplanung vom Fachdienst Einwohnerangelegenheiten mitgeteilt. Bevölkerungsprognosen wurden in der Vergangenheit vom Referat Statistik erstellt, welche aber insbesondere bei der Geburtenentwicklung nicht zutreffend gewesen seien. Für eine den aktuellen Methoden angepasste Prognose fehle allerdings das Personal. Eine Mitarbeiterin des Fachbereichs Jugend habe vor einigen Jahren eine Informationsbroschüre für Firmen betreffend betriebsnahe Einrichtungen erstellt. Selber spreche man allerdings keine Betriebe an. Investoren würden auf die Verwaltung zukommen und sich für einen Kita-Träger entscheiden. Wenn Bebauungspläne konkretisiert würden, werde das Jugendamt um Stellungnahme betreffend den Umfang des sich aus den Baumaßnahmen zusätzlich ergebenden Bedarfs an Betreuungsplätzen gebeten. Dieser würde dann in die Vereinbarungen des jeweiligen städtebaulichen Vertrags aufgenommen. Zum Stand der mobilen Kita werde in derchsten Sitzung vorgetragen. Die Einrichtung von Großtagespflegestellen gestalte sich schwierig und werde den Mangel an Betreuungsplätzen nicht auffangen können. Man strebe eine Versorgungsquote von 98 100% bei Kindergärten an. Bei der Versorgung der 1- und 2-jährigen gehe man von einem Bedarf von etwa 75% aus.

 

Herr Dr. Bonder meint, dass man die Versorgungslücke nicht kurzfristig werde schließen können. Was daran liege, dass Planungen oft lange bräuchten. Die Planungen zum EAM Gebäude liefen bereits seit Jahren und würden noch mindestens zwei weitere Jahre beanspruchen. Die Umsetzung der Einrichtung auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Sartorius hatte einen Vorlauf von vier Jahren. Dazu könnte man an Standorten auch mehr Gruppen realisieren, wenn entsprechende Grundstücke zur Verfügung stünden.

 

Herr Dames meint, dass man dem Personalmangel eventuell mit zusätzlichen Ausbildungskapazitäten beheben könnte. Herr Dr. Bonder gibt zu bedenken, dass für die bestehenden Kapazitäten bereits Lehrkräfte fehlten. Zudem seien auf Teilzeit basierende Beschäftigungsverhältnisse bei Erzieher*innen wenig beliebt, da finanziell nicht auskömmlich.

 

Frau Mecke meint, dass die Personalproblematik eher alte als neue Kindertagesstätten betreffe. Es sei schade, dass Anträge zum Thema in den Jugendhilfeausschuss überwiesen würden, wenn die Thematik auch im Bauausschuss behandelt werden müsste. 

 

Frau Meyer stellt die Vorlage der Verwaltung zur Abstimmung. Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

 

Beschluss:

 

Die Stellungnahme der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. Einer weiteren Erörterung im Rat bedarf es nicht.

 

 
 

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