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24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 19.09.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:32 - 17:31 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB41/0430/19 "Denkmäler für verdienstvolle Bürgerinnen der Stadt Göttingen"
Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion vom 23.05.2019
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:41-Fachbereich Kultur   
 
Beschluss

Herr Beck erläutert die Vorlage der Verwaltung und verweist im Rahmen der Vorstellung des Konzeptes auf die Frage, ob die Aufstellung eines Denkmals unabhängig von dernstlerischen Gestaltung noch eine zeitgemäße Form der Ehrung sei.

Bezüglich der Kriterien für eine Auswahl der zu ehrenden Frauen verweist er auf ein Buch von Traudel Weber-Reich aus dem Jahr 1993 und ein Gutachten von Karin Gille-Linne aus dem Jahr 2011. Insbesondere bei dem Gutachten von Frau Gille-Linne seien zwar viele Namen verdienstvoller Frauen benannt, von denen aber etliche nur geringe oder gar keine Bezüge zu Göttingen hätten.

Analog des Verfahrens bei der Anbringung von Gedenktafeln schlage die Verwaltung vor,  Frauen zu ehren, die längere Zeit in Göttingen gelebt hätten und/oder durch ihr Wirken in besonderer Weise mit der Stadt verbunden seien. Als Grundlage für eine Aufnahme auf die Liste der zu ehrenden Frauen könnten die Grundsätze über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts und der Ehrenmedaille durch die Stadt Göttingen dienen. Darüber hinaus könne analog der Praxis bei den Straßenbenennungen eine Ehrung mit einem Denkmal erst zehn Jahre nach dem Tod der betreffenden Frau glich sein.

Die Verwaltung habe in der Vorlage eine -nicht abschließende- Liste mit zwölf Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Arbeits- und Wirkungsbereichen ohne eine Rangfolge benannt, die nach den vorgeschlagenen Kriterien ausgewählt wurden.

Bezüglich der voraussichtlichen Kosten verweist Herr Beck darauf, dass für die von der Stadt Göttingen mit erheblicher finanzieller Unterstützung einer privaten Sponsorin durchgeführte Aufstellung der Bronze-Stahl-Skulptur „ttinger Erhebung“ Kosten für die Skulptur und Aufstellung i. H. v. rd. 30.000 Euro entstanden seien. Für eine Aufstellung einer Stein- oder Granitskulptur sei mit vergleichbaren Kosten zu rechnen.

Im Zusammenhang mit möglichen Orten für eine Aufstellung entsprechender Denkmäler verweist Herr Beck auf verschiedene von der Verwaltung geprüfte Flächen, die aus den in der Vorlage benannten Gründen verworfen wurden. Letztlich schlage die Verwaltung eine mögliche Aufstellung auf den Wallflächen von der Volksbank bis zur Nikolaistraße und ggf. vor dem Bahnhof vor.    

r das Gleichstellungsbüro erklärt Frau Müller, dass im Jahr 2020 ein zweiteiliger Kreativworkshop „Repräsentationen von Frauen im öffentlichen Raum“ geplant werde, in dessen Verlauf Ideen zu Methoden und Themen gesammelt und deren Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft werden sollen. Für den Kreativworkshop bestehe die Möglichkeit einer Finanzierung über das Landesprogramm „CEDAW in Niedersachsen - Gleichstellung sichtbar machen“. Letztlich sei auch ihrer Ansicht nach eine naturalistische Darstellung der zu ehrenden Frauen nicht mehr zeitgemäß und vorstellbar seien z. B. Lichtinstallationen.

Herr Harms erklärt für die antragstellende Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, dass er für die umfängliche Vorlage danke und dieser inhaltlich zustimmen könne. Deutlich geworden sei auch, dass es für eine Umsetzung von Ideen und Konzepten erheblicher finanzieller Mittel bedürfe.

Herr Beck verweist darauf, dass im Rahmen der Umsetzung ein regionaler oder ggf. überregionaler/nationalernstlerischer Wettbewerb vorgeschlagen werde und eine unabhängige Jury eine Auswahl treffen solle. Letztlich kämen die kreativen Entwürfe für eine Umsetzung von Frauen-Denkmälern in Göttingen von den Künstlerinnen undnstlern.    

Nachfolgend beschließt der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft einmstimmig die Vorlage der Verwaltung.

 
 

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