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24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 19.09.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:32 - 17:31 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Beschluss

Frau Broistedt verweist darauf, dass die Verhandlungen über den Abschluss von Zielvereinbarungen für die kommunalen niedersächsischen Theater und das GSO mit dem Land ins Stocken geraten seien. Grundsätzlich würden von kommunaler Seite die Verstetigung der zusätzlichen über die politische Liste im Landeshaushalt eingestellte Förderung i. H. v. 3 Mio. Euro, die Kompensation von Tarifsteigerungen i. H. v. 2 % für die Jahre 2019 und 2020 und die vorgeschlagene Laufzeit von fünf Jahren sehr begrüßt. Allerdings lehne das Land Niedersachsen ab dem Jahr 2021 eine Übernahme der Tarifsteigerungen ab. In einer Stellungnahme haben die Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Theater und des GSO die Zugeständnisse des Landes grundsätzlich begrüßt, darüber hinaus aber die Kompensation der Tarifsteigerungen ab 2021 gefordert. Am 24.09.2019 sei hierzu eine öffentliche Anhörung im Niedersächsischen Landtag geplant   

Im Zusammenhang mit dem NDR 2 Soundcheck Festivalhrt Frau Broistedt aus, dass die Veranstaltungstage in Abhängigkeit von Programm und Wetter unterschiedlich gut besucht worden seien, in der Gesamtbetrachtung aber die Stadtverwaltung und auch NDR 2 mit dem Publikumszuspruch, der Organisation und den neuen Veranstaltungsorten zufrieden seien. Grundsätzlich sei die Durchführung des Festivals in Göttingen im Jahr 2020 gesichert. Über eine Fortsetzung des Festivals über 2020 hinaus könne nach Mitteilung von NDR 2 angesichts der laufenden Gespräche der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über die zukünftige Ausgestaltung der Rundfunkbeiträge noch keine Aussage getroffen werden. 

Nach Mitteilung von Frau Broistedt solle in jedem Fachausschuss über die in dessen Zuständigkeitsbereich fallenden Investitionen resp. deren Fortschritt berichtet werden. In diesem Zusammenhang verweise sie auf die Vorlage zu TOP 7 der heutigen Bauausschusssitzung. Bezüglich des weitestgehend abgeschlossenen Umbaus der ehem. Voigtschule führt sie aus, dass der Umzug von KAZ und JT nunmehr erfolgt sei und nach ihrem Eindruck alle Beteiligten grundsätzlich zufrieden seien. Auch würden sich die Baukosten nach ihrer Kenntnis weitestgehend im geplanten Rahmen bewegen.

Die im Zusammenhang mit den bisher geplanten Aus- und Umbauvarianten des Otfried-Müller-Hauses avisierten Baukosten i. H. v. 6 Mio. Euro seien aber nicht auskömmlich und die Verwaltung prüfe unter Hinzuziehung aller Beteiligten intensiv alternative Lösungen. Grundsätzlich aber befürchte sie, dass es teurer werden wird.

Auf Nachfrage von Herrn Harms bezüglich des Baubeginns erklärt sie, dass die im Rahmen des Bauantrages erforderliche bisherige Entwurfsplanung sich als nicht finanzierbar herausgestellt habe und von daher alternative Planungen entwickelt werden müssen.   

Im Zusammenhang mit der Sanierung des Städtischen Museums erklärt Frau Broistedt, dass ein Sanierungskonzept erarbeitet werde.

Bezüglich des Neubaus des Kunsthauses verweist Frau Broistedt auf das mit einer großgigen privaten Spende erhöhte verfügbare Budget i. H. v. rd. 6 Mio. Euro. Die bisherigen Baukostenrden im Plan liegen und sie sei angesichts der nur noch drei ausstehenden Ausschreibungen zuversichtlich, dass das Budget eingehalten werden könne.

Im Zusammenhang mit dem Kunsthaus verweise sie auf eine von der Verwaltung vorgeschlagene Sondersitzung dieses Ausschusses zur Gründung der Kunsthaus Göttingen gGmbH am 22.10.19. Der weitere Zeitplan sehe dann eine Beratung im Finanzausschuss am 05.11.19 und einen Beschluss des Rates in seiner Sitzung am 15.11.19 vor, so dass die Trägergesellschaft zum 01.01.2020 gegründet werden könne. Die Eröffnung des Kunsthauses sei zum 01.09.2020 avisiert, so dass rd. ein Dreivierteljahr r eine Planung und Organisation des Ausstellungsbetriebs verbleibe. Eine erste Ausstellung sei bereits durchgeplant. Gegen den vorgeschlagenen Termin für eine Sondersitzung dieses Ausschusses am 22.10.19 erhebt sich kein Widerspruch.

In Sachen „Klingebiel-Zelle“ verweist Frau Broistedt auf ihre regelmäßigen Anfragen bei der Liegenschaftsverwaltung des Landes, nach deren Auskunft es aber derzeit keinen grundsätzlich neueren Sachstand gebe. Sie habe allerdings erfahren, dass das Land Niedersachsen ggf. in dem sog. „Festen Haus“ die Einrichtung eines Depots für die Landesmuseen prüfe. In Bezug auf die „Klingebiel-Zelle“ selbst verweise sie nach deren Anerkennung als schützenswertes Kunstwerk auf die konservatorischen Maßnahmen des Landes zum Erhalt und Schutz der Zelle.

Herr Beck verweist auf die elf Veranstaltungen im Alten Rathaus und DT im Rahmen des „31. Göttinger Kultursommers“, die zwei Festivaltage des „30. KWP Open Air - Musik im Wald“ und die vier „Larifari-Kindersonntagnachmittage“ mit insgesamt rd. 6.000 Besucherinnen und Besuchern. Der Kultursommer und das KWP Open Air wurden erstmals von zwei neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes Kultur organisiert und es wurden bei Gesamtkosten i. H. v. rd. 206.000 Euro Einnahmen i. H. v. 178.000 Euro erzielt. r eine Deckung des Defizits stünden neben dem Haushaltsansatz des Fachdienstes Kultur für Veranstaltungen Mehreinnahmen aus der Haderer-Ausstellung und den Figurentheatertagen zur Verfügung.

Weiterhin hrt er aus, dass der Vorverkauf sowohl für das „42. Göttinger Jazzfestival“ als auch den „28. Göttinger Literaturherbst sehr gut angelaufen sei.

Herr Dr. Böhme verweist auf den in Köln gegründeten Verein „321:1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, dessen konfessionsübergreifende Kuratoriumsmitglieder für das Jahr 2021 Veranstaltungen planen würden. Dem Aufruf des Deutschen Städtetages folgend plane das Städtische Museum im Jahr 2021 eine Ausstellung mit ausgewählten Exponaten der international bedeutsamen Judaica-Sammlung des Städtischen Museums und er verweise in diesem Zusammenhang auf die jüngst abgeschlossene und mit einer großgigen Spende finanzierte Restaurierung von 28 Tora-Wimpeln.

Weiterhin verweist er auf die am 8. September eröffnete und bis zum 8. Dezember 2019 laufende Ausstellung „Unter Verdacht“, in der exemplarisch Objekte präsentiert werden, die in dem Verdacht stehen, in der Zeit des Nationalsozialismus nicht rechtmäßig in den Bestand des Museum gelangt zu seien.

Aufgrund der Verhinderung von Herrn Arndt und Frau Güntzler zu der Ende September/Anfang Oktober geplanten Jury-Sitzung für das „Freiraum-Projekt“ des KAZ wird Herr Harms als Vertreter des Kulturausschusses teilnehmen.      

 
 

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