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18.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar
TOP: Ö 7
Gremium: Ortsrat Geismar Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 27.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 22:30 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Geismar,Kerllsgasse 2, 37083 Göttingen
Ort:
FB61/1685/19 Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 "E-Ladestation Grete-Henry-Straße"
- Auslegungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Herr Edler aus dem Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung berichtet zum Auslegungsbeschluss „E-Ladestation Grete-Henry-Straße“ (Anlage 1 zum Protokoll). Die Bauleitplanung war von Anfang an involviert und diettinger Verkehrsbetriebe sind hier der Initiator, da die Busflotte umgerüstet werden soll.

 

Die Planungen für diesen Bereich wurden für gut befunden, da in Geismar bereits einige Linien enden. Das Wohngebiet endet am Ortsrand, daher war die E-Ladestation zunächst nicht zulässig, da es sich um einen Außenbereich handelt.
Der B-Plan wurde aufgestellt. Der Geltungsbereich wird aufgezeigt.

 

Ziel und Zweck der Planung ist, dass Verkehrs- und Gnflächen festgesetzt werden. Die schraffierte Fläche zeigt die zukünftige Busladestation. Bei der orangen Fläche handelt es sich um die künftige Verkehrsfläche. Die hellgrüne Fläche wird als Grünfläche ausgewiesen und festgesetzt, wie diese zu gestalten ist. Die Flächen A+B erhalten heimmische Pflanzungen. Auf der Fläche B entsteht eine Sichtschutzpflanzung, ca. 5-6 Meter hoch. Hier wird es sinnvoll sein, Feldahorn zu verwenden.

 

Im schraffierten Busladezonenbereich werden 4 Ladestationen entstehen. An drei Stationen wird effektiv geladen und die vierte Station wird als Ersatz installiert.

 

Der Eingriff ist damit nicht komplett ausgeglichen, so dass in der Feldflur ca. 1 km entfernt Richtung Reinhausen Teile des Grüngürtels als Ausgleichsfläche dienen. Hier werden alle drei Flächen extern kompensiert. Es wird u.a. ein 10 Meter langer Streifen angelegt mit Graskraut und Strauchhecke. Insgesamt ist dieser Bereich in der Feldflur ca. 100 qm groß.

 

Zur Lärmimmission teilt er mit, dass E-Busse im Gutachten nicht auftreten; vergl. Dieselverkehr. Daher geht man vom Worst Case aus. Dieses ist dem geschuldet, dass es keine Ansätze gibt.

 

Frau Wirth fragt in der Zeichnung nach der Straße „Vor dem Walde“. Weiterhin möchte sie wissen, was das sandfarbene Feld in der Zeichnung darstellt? Handelt es sich um den Gehweg mit Befestigung? Sie bemerkt, dass auch ein Teil des Bundeswehrwaldes verloren geht und fragt dazu nach einer Ausgleichsfläche. Zu den Sichtschutzpflanzengen fragt sie, ob es sich bei den drei umen um Feldahorn handelt.

 

Herr Tecklenburg teilt mit, dass die Verwaltung vorschlägt, welche Pflanzungen vorgenommen werden sollen. Es wird geprüft, ob der Schutzzweck damit gegeben ist.

 

Frau Wirth meint, dass nur die Bereiche aus dem Landschaftsschutzgebiet rausgenommen werden sollten, die tatsächlich benötigt werden. Jetzt ist doch ein breiterer Streifen eingeplant.

 

Der Streifen von Buchen ist im B-Plan festgesetzt als Wald.

 

Der Ortsrat Geismar stimmt folgenden Beschlussvorschlag für den Bauausschuss und den Rat der Stadt Göttingen mit 7 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen ab:

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Prasentation_OR Geismar_B-Plan E Ladestation (1483 KB)      

 

Beschlussvorschlag: 

  1. Dem Entwurf zum Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 46 “E-Ladestation Grete-Henry-Straße“ wird zugestimmt.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, für den o.g. Bebauungsplan die erforderliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden gem. § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.

 

  1. Ziele und Zwecke der Planung:
  • Schaffung von Planungsrecht für die Errichtung einer E-Ladestation mit bis zu 4 Ladeeinrichtungen sowie betriebsnotwendige Nebenanlagen
  • Festsetzung einer Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung:

Busstellplatz mit Ladeinfrastruktur“ und „Öffentliche Parkflächen“

  • Festsetzung von öffentlichen Verkehrsflächen
  • Festsetzung von Grünflächen inkl. Pflanzgebot
  • Festsetzung von externen Ausgleichsflächen
  • Festsetzung von Flächen für Wald

 

  1. Geltungsbereich

Das Plangebiet liegt am süstlichen Rand von Göttingen und am östlichen Rand von Geismar. Der Geltungsbereich befindet sich am oberen Ende der Schöneberger Straße / Ecke Grete-Henry-Straße im Außenbereich und wird nach Nord-Westen durch die Wohnbebauung begrenzt. Im Osten und Süden grenzt der Wald an den Geltungsbereich.

Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von etwa 0,67 ha und erfasst Teile der Flurstücke 14/5, 14/7, 14/12, 15/1, 15/2 und 17/2 der Flur 9 und Teile der Flurstücke 23/2 und 84/39 der Flur 8 der Gemarkung Geismar.

 

Dem Geltungsbereich werden drei extern gelegene Flächen für Ersatzmaßnahmen zugeordnet. Diese Flächen befinden sich südlich der Ortschaft Geismar und gehören zum Gesamtkonzept „Grüngürtel im Göttinger Süden“.

Die Geltungsbereiche der externen Ausgleichsflächen erfassen Teile der Flurstücke 11 und 88/2 der Flur 15 in der Gemarkung Geismar, Teile des Flurstücks 76/2 der Flur 14 in der Gemarkung Geismar sowie Teile des Flurstücks 242 der Flur 15 in der Gemarkung Geismar.

Diese Flächen werden als Teilgeltungsbereiche im vorliegenden Bebauungsplan dargestellt und für Kompensationsmaßnahmen festgesetzt.

 

Der Teilgeltungsbereich 4 liegt im Bebauungsplan Göttingen-Geismar Nr. 27 „Flüteabschlussdeich“, der zu diesem Zweck an dieser Stelle überplant wird.

 

Der Teilgeltungsbereich 1 hat eine Größe von ca. 6.743 m², die externe Ausgleichsfläche Teilgeltungsbereich 2 hat eine Größe von 2.150 m², die externe Ausgleichsfläche Teilgeltungsbereich 3 eine Größe von 2.307 m² und die externe Ausgleichsfläche Teilgeltungsbereich 4 hat eine Größe von 300 m2.

 

Maßgeblich ist für den Teilgeltungsbereich 1 die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:500. Für den Teilgeltungsbereich 2 und 3 ist die zeichnerische Darstellung im Maßstab 1:1000 maßgeblich.

 

  1. Die anliegende Vorlage „4. Änderung der Landschaftsschutzgebietsverordnung Leinetal vom 14.02.2000 Entlassung eines Teilbereiches in der Gemarkung Geismar Bereich Grete-Henry-Straße/Vor dem Walde“ mit der Vorlagennummer FB67/0356/19 wird zur Kenntnis genommen.
 
 

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