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24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 28.05.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 21:10 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Frau Friedrich-Braun führt in die Thematik ein. Die Grenzwertüberschreitungen 2015 beim NO2 waren seinerzeit Anlass, die LK Argus GmbH Kassel für nähere Untersuchungen zu beauftragen.

 

Frau Janßen von der LK Argus trägt vor (der Vortrag ist im ALLRIS-System hinterlegt).

 

Herr Dienberg stellt fest, dass die Maßnahmen gegriffen hätten, die NO2-Emissionen seien zurückgegangen. Man müsse jedoch den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen, etwa bei der Elektrifizierung der Busflotte.

 

Herr Dr. Wiedemann mahnt größere Anstrengungen bei der NO2-Reduzierung an. Die Auswirkungen auf gesundheitlich vorbelastete Menschen, Kleinkinder und Schüler seien deutlich größer. Zwischen 7 und 18 Uhr liege der Jahresmittelwert von Montag bis Freitag deutlich über dem Grenzwert. (Sämtliche Daten zur Luftbelastung wurden von Herrn Dr. Wiedmann in Tabellenform in der Sitzung Herrn Dienberg übergeben.) Er denke dabei an die Schulen und Kindergärten in der Bürgerstraße.

Messungen mit Passivsammlern während des Monates März 2019 hätten an der Kasseler Landstraße in 2 m Entfernung zur Straße in unmittelbarer Nähe des alten EAM-Geländes 20 µg/m³ NO2 ergeben.

Beim Ozon habe es von 2017 auf 2018 einen deutlichen Anstieg  gegeben - beim deutschen 120-8h-Zielwert von 39 auf 276 Ereignisse, beim 180-Info-Schwellenwert von 0 auf 5 Ereignisse, beim 100-WHO-8h-Zielwert von 183 auf 711 und beim 160-Who-Schwellenwert von 3 auf 18 Ereignisse.

40 % der Werte für Feinstaub überstiegen den WHO-Jahres-Mittelwert von 20 µg/m³  in 2018. Der deutsche 50-Tages-Grenzwert wurde 19 Mal überschritten.

 

Herr Dr. Welter-Schultes fragt, unter welchen Maßgaben die Innenstadtmessungen für Schadstoffe zustande kämen. Die gesplitteten Werte hätten mit der Realität nichts zu tun. Ebenso stelle sich die Frage, ob die zunehmende Größe der Autos und der Lieferverkehr in der Innenstadt Berücksichtigung gefunden hätten. Baustellen sorgten zudem für weniger Verkehr.

 

Herr Dr. Scherer kritisiert die Berechnungen nach Modellen. Die Werte lägen zum Teil in der statistischen Varianz. Die Werte würden in ihrer Bedeutung überschätzt werden.

 

Herr Grothey spricht die sehr unterschiedlichen Randbedingungen bei Messungen an. Das Erlangen repräsentativer Ergebnisse sei sehr schwierig.

 

Frau Friedrich-Braun erläutert, dass die Messungen auf den EU-Vorgaben in der 39. BImSchV beruhten. Grenzwertüberschreitungen beim NO2 gebe es seit 2015 nicht mehr. Die Hotspots lägen in der Innenstadt. Die Messungen hätten - im Gegensatz zu den Modellrechnungen – eine Unterschreitung der Grenzwerte ergeben. Die Überschreitung der Feinstaubwerte 2006, die zur Erstellung des Luftreinhalteplanes führte, wäre kein Thema mehr. Das Hauptaugenmerk läge heute auf den Stickoxiden. In der Tendenz zeichne sich hier aber eine dauerhafte und nachhaltige Grenzwerteinhaltung ab, die mit den bereits umgesetzten und noch geplanten Maßnahmen weiter unterstützt werden müssten.

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich TOP 5 LRP_Goe_Präsentation_Ausschuss_190528 (1185 KB)      

 

 

 
 

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