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21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen
TOP: Ö 10
Gremium: Rat Beschlussart: abgelehnt
Datum: Fr, 17.05.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 14:00 - 18:25 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
CDU/0111/19 Antrag der CDU-Ratsfraktion betr. "Grundkonzept für die Umsetzung des Bund-Länder-Digitalpaktes an den Göttinger Schulen"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:CDU-Ratsfraktion Beteiligt:40-Fachbereich Schule
    Dezernat B - Personal, Schule und Jugend
   01-Referat des Oberbürgermeisters -01.5-Digitalisierung und IT-Service
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Ratsvorsitzender Henze teilt mit, dass der Verwaltungsausschuss empfohlen habe, über diesen Antrag direkt zu beschließen.

 

Im Anschluss begründet Bürgermeister Dr. Häntsch den nachfolgenden Antrag:

 

Der Rat möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Grundkonzept für die Umsetzung des Bund-Länder-Digitalpaktes an den Göttinger Schulen zu verfassen. Dieses muss sowohl Fragen einer möglichst einheitlichen und sinnvollen technischen Ausstattung wie die der methodisch-didaktischen Ausrichtung umfassen. Wenn die Landesregierung in diesem Bereich vergleichsweise große Gestaltungsräume zulässt, müssen diese von der Stadt Göttingen - möglichst auch in Kooperation mit dem Landkreis und anderen Kommunen - für den optimalen Einsatz der erheblichen Finanzmittel genutzt werden.

 

 

rgermeister Dr. Häntsch teilt u.a. mit, dass für die Umsetzung des Bund-Länder-Digitalpaktes allein das Land Niedersachsen 520 Mio. EUR erhalte.

Jede Schule soll daraus einen Sockelbetrag in Höhe von 30.000 EUR sowie einen „Pro-Kopf-Betrag“ von je 430 EUR erhalten. Um diese Mittel auch zu bekommen, ssten die Schulträger ein Konzept sowohl für die technische Ausstattung als auch für die Fortbildungen der Lehrkräfte vorlegen.

Hiermit soll sich die Schulverwaltung daher schnellstmöglich befassen.

 

Stadträtin Schmidt weist darauf hin, dass der erste Medienentwicklungsplan 2007 vorgelegt worden sei. Er hatte im Wesentlichen zum Inhalt, dass in den Grundschulen vieles vereinheitlicht werden konnte.

Dass die Diskussionen um die Digitalisierung in den Schulen auch nicht erst seit den letzten Beschlüssen geführt würden sei auch dadurch zu erkennen, dass der Schulausschuss sich bereits im Oktober 2017 ausführlich mit dem Thema befasst habe.

Die Schulverwaltung befasse sich auch ständig mit Digitalisierung und habe bereits einen Vorentwurf eines erforderlichen Medienentwicklungsplanes erarbeitet, der von einem externen Planungsbüro begleitet werde. Man befinde sich dabei selbstverständlich in enger Absprache mit den Schulen und der städtischen IT-Abteilung.

Stadträtin Schmidt weist darauf hin, dass noch eine Koordinatorenstelle hierfür benötigt werde um diese umfassende Thema auch gut zu begleiten.

 

Ratsfrau Rotter teilt mit, dass sich die PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe diesem Antrag gern anschließen werde und sich auf das Konzept, das es dem Vernehmen nach für alle Schulen geben soll, sehr freue. In der heutigen Zeit sei es immens wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht nur mit den digitalen Medien umzugehen lernen sondern sie auch angeleitet und begleitet werden müssten, diese neuen Möglichkeiten verantwortungsvoll zu nutzen.

 

r die FDP-Ratsfraktion teilt Ratsherr Siepmann mit, dass bereits vor zwei Jahren - wie es Stadträtin Schmidt bereits vorgetragen habe - der Medienentwicklungsplan in Auftrag gegeben wurde. Das erforderliche Konzept müsse selbstverständlich neben der technischen Ausstattung auch die pädagogischen Voraussetzungen mit berücksichtigen.

Digitales Lernen durch neue Angebote und Möglichkeiten sollte daher auf Dauer zur Selbstverständlichkeit als Ergänzung des klassischen Unterrichts werden.

 

Ratsherr Becker weist nochmals darauf hin, dass die Inhalte und Aufträge des vorliegenden Antrags bereits bearbeitet würden bzw. erledigt seien. Strukturierte Lehrerfortbildungen usw. seien daneben Aufgabe des Landes.

Er bitte darum, sich den Entwurf im Schulausschuss erst einmal vorstellen zu lassen und dann darüber und über weitere mögliche Maßnahmen zu beraten.

 

Beigeordneter Wedrins teilt mit, dass nach seinem Kenntnisstand die Schulen in Kürze mittlerweile zum dritten Male mit der Verwaltung zusammen treffen würden um über den Medienentwicklungsplan zu diskutieren. Das, was die CDU-Ratsfraktion fordere, werde bereits seit geraumer Zeit bearbeitet. Er schlage daher vor, den Antrag vorerstruhen“ zu lassen.

 

Im Anschluss wird der Antrag der CDU-Ratsfraktion vom Rat mit Mehrheit und bei 2 Enthaltungen abgelehnt.

 

 

 
 

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