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16. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar
TOP: Ö 7.3
Gremium: Ortsrat Geismar Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 28.02.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:15 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Geismar,Kerllsgasse 2, 37083 Göttingen
Ort:
Inter/0422/19 Antrag der Bündnis 90/Die Grünen- und SPD-Ortsratsfraktion betr. Planung und Gestaltung der E-Lade-Station für Busse auf den Zietenterrassen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:Interfraktionell   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Frau Dr. Döring verliest den Antrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Ortsrat Geismar betr. „Planung und Gestaltung der E-Lade-Station für Busse auf den Zietenterrassen“.

 

Sie teilt mit, dass Frau Wirth zur Gestaltung der E-Lade-Station von Anwohnern angesprochen wurde. Daraufhin haben sich die Fraktionen Gedanken über die Gestaltung gemacht. Die Vorschläge sind numehr in dem vorliegenden Antrag formuliert. Sie stellt kurz einige wichtige Punkte des Antrages vor:

-          Hecken pflanzen, die das Laub behalten und die Station verdecken.

-          Gehölze sollen sich gut entwickeln, Pflanzen vor Ort sollen erhalten bleiben.

-          Die Parkplätze sollen sich an den bisher vorhandenen Parkmöglichkeiten orientieren.

 

Frau Strate bemerkt, dass die CDU der E-Lade-Station nicht unkritisch gegenüber steht, u.a. aufgrund der Lebensdauer der Akkus und des topografischen unglücklichen Standortes. Die CDU hält die Errichtung grundsätzlich für umweltunfreundlich und wird den Antrag ablehnen.

 

Herr Limpke erinnert an den Mehrheitsbeschluss zur Errichtung der E-Lade-Station auf den Zietenterrassen. Jetzt geht es lediglich darum, die „kosmetischen“ Feinheiten abzustimmen. Die Blickbelästigungen sollen für die Anwohner reduziert werden.

 

Herr Ortsbürgermeister Harms beendet die Diskussion und bittet um Abstimmung.

 

Der Ortsrat Geismar beschließt mit 7 Ja-Stimmen und 5 Nein-Stimmen:

 

Die Verwaltung der Stadt Göttingen wird gebeten, in Abstimmung mit den Göttinger Verkehrsbetrieben dafür Sorge zu tragen, dass der Grünbereich der sich in Planung befindlichen E-Lade-Station für Elektrobusse auf den Zietenterrassen / Grete-Henry-Straße in einer Form gestaltet wird, die von Anfang an einen grünen optischen Sichtschutz für die AnwohnerInnen schafft.

 

Berücksichtigt werden sollten dabei verschiedene Aspekte:

  • In den neuen Grünbereich sollen möglichst viele der dort jetzt bereits vorhandenen

hochgewachsenen Bäume und anderen Pflanzen integriert werden. Dadurch bleiben nicht nur Eingrünung und Sichtschutz vor der künftigen Ladestation erhalten, sondern auch die vorhandenen Kleinlebensräume von Tieren und anderen Lebewesen.

  • Neu eingebrachte Bäume und Sträucher sollten bereits beim Pflanzen so groß gewachsen sein, dass auch sie schon zu Beginn der Umgestaltung einen ergänzenden Sichtschutz für die BewohnerInnen der umliegenden Häuser bieten.
  • Um auch im Winterhalbjahr ausreichend Sichtschutz zu gewährleisten, sollten bei der Neupflanzung der Gehölze (nur heimische, standortgerechte Arten) auf jeden Fall auch Arten ausgewählt werden, die ihr Herbstlaub teilweise bis zum Wiederaustrieb behalten (Buche, Hainbuche) oder immergrün sind (Liguster, evtl. Eibe, Efeu).
  • Das Sichtschutzgehölz sollte sich möglichst ungestört entwickeln dürfen. Heimische Lianen (Waldrebe = Clematis vitalba) und Kletterpflanzen (z. B. Efeu) sollten, auch wenn sie sich spontan ansiedeln, nur behutsam oder gar nicht zurückgeschnitten werden, da sie sowohl zur natürlichen Pflanzengemeinschaft gehören als auch zum Sichtschutz beitragen.
  • Im Randbereich der Fläche, z. B. zur Ladestation und zu den Parkplätzen hin sollten die vorhandenen „Halbruderalen Gras- und Staudenfluren mittlerer Standorte“ (s. Biotopkarte Büro Wette und Gödecke) erhalten werden, um sie an diesem Standort als Lebensräume und Nahrungsbiotope, z. B. für die darauf angewiesenen Insekten- und Vogelarten, zu erhalten.
  • Die Anzahl der neu zu bauenden Parkplätze sollte sich an der durchschnittlichen Menge der dort im Alltag parkenden Fahrzeuge orientieren.
 
 

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