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-außerordentliche(n)- öffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Di, 15.01.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 17:14 Anlass: Außerordentliche Sitzung
Raum: Badeparadies, Windausweg 60
Ort:
GoeSF/0140/18 Beratung und Beschlussfassung über den Teilergebnishaushalt Teilhaushalt 20F
Finanzbudget/Stiftungen und Investitionen Teilhaushalt 20F
Finanzbudget/Stiftungen zum Sportbudget 2019/2020 der Stadt Göttingen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:GÖSF-Vorlage
Federführend:Göttinger Sport- und Freizeit GmbH & Co. KG   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Henze zeigt sich bezogen auf die Verwaltungsvorlage zufrieden, dass die Zahlung von 50 T €r die Freiwilligenagentur nach 2018 auf dem Niveau geblieben ist und die Schwimmbeihilfen um 30 T € auf 50 T € angehoben wurden. Gemeinsam mit der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion stellt die SPD-Ratsfraktion den Antrag, die Unterhaltung vereinseigener Anlagen von bisher 64 T € auf 81 T € anzuheben. Laufende Kosten für Strom und Wasser, die in den letzten Jahren stetig gestiegen sind, können durch die Anhebung besser getragen werden. Insgesamt würden 13 Vereine, die eigene Anlagen betreiben, von den zusätzlichen 21 T € profitieren. Davon würde letztlich auch die Stadt selbst profitieren, da die Stadt finanziell wesentlich stärker belastet wäre, wenn sie die Sportanlagen selbst betreiben würde.

Darüber hinaus stellen die beiden Fraktionen gemeinsam den Antrag, 10 T €r Integrationsprojekte im Bereich Sport, die vor dem Entschuldungshilfeprogramm der Stadt eingestellt waren, wieder aufzunehmen. Bereits 2015 gab es ersten Überlegungen, was im Bereich der Integrationsarbeit geleistet werden kann, jetzt sollen die Projekte der Sportvereine, die sich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren, fortgeführt werden können.

Frau Morgenroth beantragt für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen eine Änderung der unter 4200000 Förderung des Sports“ angeführten Ziele. Danach soll der zweite Absatz: Ein zu spontanem Sporttreiben anregendes Angebot…“ durch folgenden Eintrag ersetzt werden:

Ein zu spontanem Sporttreiben anregendes Bewegungsangebot auf städtischen Grünflächen außerhalb normierter Sportstätten soll durch die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs aus dem Sportstättenentwicklungsplan erfolgen Das Entstehen von Maßnahmen wie z.B. Bouleplätzen, Skateanlagen, Kletterwänden, etc. soll mit Haushaltsmitteln von mindestens 25.000 €hrlich gefördert werden.

Die Sportstätten werden nach einer Bestandsaufnahme langfristig behindertengerecht ausgestattet unter Beteiligung der Verbände. Für Alle wird die Besuchs- und Aufenthaltsqualität verbessert (Bspw. Zugänglichkeit, Benutzerfreundlichkeit von Umkleidekabinen und Sanitäranlagen, Schallschutz, etc.)“

Der erste Satz stellt eine Präzisierung der bisherigen Formulierung dar. Der zweite Absatz soll als langfristiges Ziel in die Formulierung mit aufgenommen werden.

Herr Köhler fragt, warum von „städtischen Grünflächen“ gesprochen wird. Dies führe zu einer Einschränkung, da sie per se andere Freiflächen (z.B. gepflasterte) ausschließt.

Die Vertreter der antragstellenden Fraktionen stimmen daraufhin der allgemeinen Formulierung „auf städtischen Flächen“ zu, um alle Freiflächen einbinden zu können.

Herr Pache stimmt dem ersten Antrag zu, fragt beim zweiten nach, ob hier Nachfrage bzw. Bedarf zur Förderung von Integrationsprojekten besteht.

Herr Köhler berichtet, dass Projekte zur Integrationsförderunghrend des EHP aufrecht erhalten geblieben sind und in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Töpfen gefördert wurden.

Herr Freygt hinzu, dass Integration an vielen verschiedenen Stellen stattfindet und hierbei nicht nur Flüchtlingsarbeit / -integration gemeint ist, sondern viele Gruppierungen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. In früheren Sitzungen des Sportausschusses wurde hierüber viel diskutiert und der Sportentwicklungsplan sieht „Integration durch Sport“ vor. Das Einstellen der Mittel erachtet Herr Frey als sinnvoll, so hätte sich beispielsweise auch die inklusiv arbeitende Tischtennisabteilung des SCW Göttingen über finanzielle Unterstützung sicherlich gefreut und auch gut anwenden können.

Herr Gruber stimmt Herrn Frey zu und befürwortet die Veranschlagung der Mittel, da sie weitere integrative Projekte anschieben können und Mitglieder langfristig an die Vereine gebunden werden und sich ehrenamtlich engagieren. Ein sehr gutes Beispiel ist der SC Hainberg, der durch integrative Arbeit viele neue Sportsleute hinzugewinnen konnte.

Darüber hinaus steht der SSB dem Antrag zur Erhöhung der Mittel im Bereich der Unterhaltung vereinseigener Anlagen positiv gegenüber, fragt aber, ob der Posten „Mieten und Pachten“ ebenfalls von der Erhöhung profitieren kann. Die vorgesehenen 21 T € sollten, prozentual gemessen an ihren bisher angesetzten Beträgen, auf die beiden Posten verteilt werden.

Herr Frey erläutert, dassnftig die Stadt die Pacht für Grund und Boden zu leisten hat und somit die Vereine mit eigenen Anlagen hier bereits gefördert werden.

Herr Köhler berichtet, dass derzeit keine deutliche Steigerung in dem Posten Mieten und Pachten erkennbar ist.

Herr Henzegt an, dass über eine Erhöhung der Mittel beraten und diese beschlossen werden können, sollten Mieten und Pachten entsprechend steigen und eine Anpassung erforderlich machen.

Herr Frey erläutert, dass die Erhöhung letztlich allen Vereinen hilft, die über eigene Sportanlagen verfügen und diese unterhalten müssen. Dies ist zunächst unabhängig davon, ob die entsprechenden Grundstücke angepachtet wurden oder sich im Eigentum der Vereine befinden. Da alle Sportfördermittel in einer Haushaltsstelle zusammengefasst sind, sollte dem SSB aufgrund seiner Erfahrung und der in vielen Jahren der Verwaltung dieser städtischen Mittel gezeigten Zuverlässigkeit zugestanden werden, unter Beachtung der mit dem heutigen Antrag verbundenen Zielsetzung, gewisse Notwendigkeiten bei der Vergabe zu berücksichtigen.

Herr Dr. Häntschsst sodann über den gemeinsamen Änderungsantrag der SPD- und Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion, die Mittel im Bereich der Sportförderung um 31 T € anzuheben, abstimmen.

Ergebnis: Zustimmung einstimmig

Herr Pache bedankt sich bei der Verwaltung für die vielen Projekte, die bisher für und in der Sportstadt Göttingen umgesetzt wurden und freut sich, dass auch im Haushaltsplan für 2019/2020 viele Maßnahmen zur Förderung des Sports veranschlagt sind. Hier spricht er beispielsweise die Förderung des Jugendsports und die zu spontanem Sporttreiben anregenden Bewegungsräume wie Skate- und Bouleplatz an. Darüber hinaus stellt die CDU-Fraktion den Antrag, dass die bisher im Eigentum des Bundes befindliche Fläche nordöstlich der Kreuzung Von-Ossietzky-Str. und Alva-Myrdal-Weg erworben werden soll, um hierauf einen Kunstrasenplatz zu errichten. Herr Lohse vom SC Hainberg ist auf die CDU zugegangen undrde sich über einen entsprechenden Platz sehr freuen und als gute Erweiterung der bestehenden, aber ausgereizten Anlage an der Bertha-von-Suttner-Stre ansehen. Zudem habe die HAWK, die am Standort Räumlichkeiten besitzt, kein Interesse an der Nutzung des Geländes zur baulichen Erweiterung ihres Standortes.

Herr Henze berichtet, dass das Thema nicht neu ist. Bereits seit 2015 wurde im Verwaltungsausschuss besprochen, die Fläche für den Sportbetrieb zu erwerben, und mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) darüber verhandelt. Im Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIVP) der Stadt sind r den Erwerb der Fläche bereits 800 T € vorgesehen. Es steht außer Frage, dass sich der SC Hainberg über eine weitere Sportfläche sehr freuen und diese gut mit Leben füllen könnte, aktuell hat der Verein aber gerade den Umbau des Clubhauses abgeschlossen und es ist fraglich, ob ein weiteres Großprojekt von den Mitgliedern gestemmt werden könnte.

Zudem hält die SPD-Fraktion die Formulierung „soll erworben werden“r zu scharf und auch die Festlegung auf einen Kunstrasenplatz für zu eingeschränkt. Zumal es schwierig werden könnte, einen Kunstrasenplatz in einem Waldgebiet zu errichten und zu pflegen. Die SPD plädiert daher für eine weichere Formulierung des Antrags.

Herr Köhlergt hinzu, dass die Stadt über diverse Flächen mit der BImA verhandelt und die Formulierung „wir erwerben“ bei den Verhandlungen nicht weiterhilft. Dass die Stadt die Fläche erwerben möchte, steht außer Frage, aber sie möchte die Gespräche gerne ohne Druck oder entsprechende Zielformulierung führen, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Herr Pache berichtet, dass Herr Lohse vom SC Hainberg die CDU angesprochen hat, dass er die Fläche gerne für einen Kunstrasenplatz nutzen würde.

Frau Oldenburg merkt an, dass es sich im Zusammenhang sowohl ökologisch als auch planungsrechtlich um eine eher schwierige Fläche handelt, insbesondere wenn dort ein Kunstrasenplatz errichtet werden soll.

Auch Frau Morgenroth steht dem Erwerb der Fläche speziell für einen Kunstrasenplatz aufgrund der aktuellen Diskussionen um das Einstreumaterial skeptisch gegenüber und fordert eine allgemeinere Formulierung.

Frau Binkenstein, Vorstandsmitglied im SC Hainberg, erläutert, dass aktuell das Obergeschoss des Clubhauses eingeweiht und der Verein bei der Neugestaltung des Außengeländes 2019-2020 durch die GoeSF ebenfalls ehrenamtlich unterstützen wird. Somit hat der Verein in naher Zukunft weder die Kraft noch die Kapazitäten, sich um ein weiteres Projekt zu kümmern. Die Aussage von Herrn Lohse, dass der SC Hainberg sich über einen Kunstrasenplatz freuen würde, stimmt natürlich, hat aber keine oberste Priorität. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Verein zufrieden mit dem, was er hat.

Herr Frey berichtet, dass die Diskussion um die genannte Fläche hilfreich ist, da das Sportgelände an der Bertha-von-Suttner-Straße an seine Grenzen stößt und eine weitere Fläche auf den Zieten für die Sportentwicklung gebraucht wird. Von daher sieht er die Grundidee der Aufnahme der Fläche in die Ziele der Sportförderung als wichtig an, die genaue Umsetzung sollte aber weiterhin freigehalten werden.

Herr Henzegt hinzu, dass in der Sportentwicklungsplanung die Plätze dlich des Jahnstadions als mögliche Flächen für Sport vorgehalten werden, derzeit aber noch keine Notwendigkeit besteht, sie auch einzusetzen. Es wäre aber möglich, Pachtverträge mit Landwirten kurzfristig zu kündigen, um hierauf Sportplätze zu bauen. Somit ist die Aufnahme des Geländes nord-östlich der Kreuzung Von-Ossietzky-Stre und Alva-Myrdal-Weg in die Sportförderung richtig, um auch diese Fläche für sportliche Nutzung vorhalten zu können. Zumal der Prozess der Verhandlung noch keine Begehrlichkeiten bei der BImA weckt.

Er schlägt daher folgende Formulierung für den Antrag der CDU vor:

Die Verwaltung setzt die bisherigen Gespräche mit der BImA über den Erwerb des Geländes nord-östlich der Kreuzung Von-Ossietzky-Stre und Alva-Myrdal-Weg fort, um hierauf Entwicklungsmöglichkeiten für Sportvereine zu schaffen (mf).“

Herr Pache zeigt sich mit der neuen Formulierung einverstanden. Seiner Partei ist wichtig, dass die Fläche mit in den Fokus genommen wird.

Herr Dr. Häntschsst über den Antrag der CDU mit geänderter Formulierung abstimmen.

Ergebnis: Zustimmung einstimmig

Herr Frey berichtet, dass den Mitgliedern die 2. Änderungsliste der Verwaltung für den Haushalt 2019/2020 vorliegt. Zwei Änderungen vom 07.01. (S. 5) aus Sicht der Sportverwaltung gibt es hierbei zu beachten. Zum einen die Anhebung des Betriebsführungsentgeltes, zum anderen der Zuschuss zur Deutschlandtour 2019. Herr Pietsch von der Gesellschaft zur Förderung des Radsports (GFR) ist mit der Frage an die GoeSF herangetreten, ob die Stadt Etappenziel und -start der diesjährigen Deutschlandtour werden möchte. Bei der GFR handelt es sich um eine erfahrene Organisation in der Umsetzung von Profi-Radrennen. Die Deutschlandtour wurde nach einer zehnjähriger Pause 2018 wieder ins Leben gerufen und war direkt ein voller Erfolg (siehe Präsentation). Die Verwaltung möchte sehr gerne auf das Angebot der GFR eingehen, da dieses Radrennen einen weiteren Impuls für den Radsport in Göttingen geben und das Event eine hohe überregionale Medienfrequenz für die Stadt bieten kann. Von jeder Etappe wird über mehrere Stunden live im Fernsehen berichtet. Aus der ehemaligen Niedersachsen-Rundfahrt entwickelte sich die weiterhin sehr erfolgreiche Tour dEnergie, wodurch sich die Stadt zu einer Fahrradhochburg entwickelt und viele begeisterte und talentierte RadsportlerInnen hervorgebracht hat. Die Deutschlandtour kann wiederum neue Impulse für die TdE liefern und unterstreicht letztlich die gute Arbeit des Organisationsteams vor Ort. Der Tuspo Weende zeigt sich sehr erfreut über die Anfrage und hat bereits seine ehrenamtliche Unterstützung zugesagt. Die Verwaltung würde sich in jedem Fall sehr freuen, wenn der Änderungsantrag angenommen wird und die Deutschlandtour Ende August auch in Göttingen stattfindet.

Herr Dr. Häntsch spricht von einem „Bonbon“r den Tuspo Weende und erkundigt sich, wieso ausgerechnet Göttingen als Etappenort ausgewählt wurde.

Herr Frey berichtet, dass Göttingen aufgrund der guten Organisation der TdE vom Bund der Deutschen Radfahrer vorgeschlagen wurde. Die Stadt selbst würde sich mit 140 T € an dem Event beteiligen, die restlichen Kosten werden von der GFR getragen.

Herr Henze befürwortet das Projekt, merkt aber auch an, dass der Landkreis Göttingen über eine Beteiligung nachdenken könnte, da er ebenfalls in hohem Maße vom Marketingeffekt profitieren wird. Darüber hinaus regt er an, einen Rundkurs durch Göttingen fahren zu lassen, damit die Besucher vor Ort mehr von der Tour haben als nur einen in wenigen Sekunden vorbeirasenden Fahrradtross.

Herr Frey erläutert, dass diesbezüglich Gespräche mit den Organisatoren geführt werden.

Herr Gruber äert sich ebenfalls positiv zu dem Projekt und sichert die Unterstützung des SSB zu.

Herr Köhler berichtet, dass die Stadt in den sportlichen Bereichen wie beispielsweise Leichtathletik und Radsport sehr gefragt ist und das Engagement zur Unterstützung aus den Verbänden und Vereinen vor Ort sehr hoch ist. Mit der Deutschlandtour hebt sich Göttingen im Konzert der gleich großen Städte hervor, so dass die Mittel an dieser Stelle gut eingesetzt wären.

Herr Dr. Häntsch fasst zusammen, dass das Projekt sowohl sportlich als auch politisch unterstützt wird und beendet den Tagesordnungspunkt.

 

 

 
 

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