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12. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar
TOP: Ö 8
Gremium: Ortsrat Geismar Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 30.08.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 23:10 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Geismar,Kerllsgasse 2, 37083 Göttingen
Ort:
FB61/1530/18 Umsetzung der Machbarkeitsstudie zur Elektromobilität im Stadtbusverkehr Göttingen: Errichtung einer Ladestation für Elektrobusse an der Grete-Henry-Straße
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage SmartDoc
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
    20-Fachbereich Finanzen
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Herr Zimmermann von der GöVB berichtet (Anlage 4 zum Protokoll), dass eine Einrichtung zur Gelegenheitsladung (an der Endhaltestelle) entstehen soll.

 

Er zeigt die Entwicklung der Elektromobilität in Göttingen auf. Außerdem stellt er die Verbrennung von Fahrzeugen mit Dieselbetrieb im Vergleich zu einem E-Bus dar in der Präsentation dar. 

2018       2032

97 %  Verbrennung durch Dieselfahrzeugen  32 % Verbrennung d. Dieselfahrzeuge

3 % E-Busse     68 % E-Busse

 

Er berichtet, warum gerade dieser Standort gewählt werden soll und erläutert, dass insgesamt bis zu 9 Buslinien hier enden sollen. Aus der Grete-Henry-Straße kommen die Linien 11, 21, 71, 72, 73, aus der Schönebergerstraße die Linien 91 und 92 sowie aus der Charlottenburger Straße die Linien 12 und 22. Er beschreibt die Changer und Trafos sowie die Lademasten der Station. Weiterhin teilt er mit, dass es leiser und sauberer werden soll mit dem E-Bus. Es ist eine Bürgerbeteiligung vor Ort und auf dem Betriebshof für den 02.09.2018 geplant.

 

Frau Meyer fragt, ob pro Lademast 2 Changer und 1 Trafo benötigt werden.

Herr Zimmermann bestätigt dieses.

 

Frau Wirth fasst zusammen, dass 2 Ladestationen installiert werden und bis 2025 maximal 4 Ladestation entstehen werden.

 

Herr Zimmermann teilt mit, dass dafür Kosten in Höhe von ca. 2,6 Millionen Euro entstehen werden. Hiervon werden 50 % über Landesmittel gefördert. Es galt auch bei der Planung die Idee zu erforschen, ob die Busse auch mittels eines Depots dort stehen bleiben können. Er gibt zu bedenken, dass es sich dabei lediglich um eine Idee gehandelt hat und nichts mit der derzeitigen Planung zu tun hat.

 

Frau Meyerchte wissen, ob der Bus auch nachts dort stehen gelassen werden kann.

Herr Zimmermann antwortet, dass dieses nicht möglich ist aufgrund von Vandalismus etc.

 

Herr Zimmermann wird gefragt, wieso denn die Depot Planung überhaupt entstanden ist.

Herr Zimmermann antwortet, dass es lediglich eine Idee war, die kalkuliert und zu Papier gebracht wurde.

 

Er stellt abschließend die Ergebnisse der Lärmemission vor.

 

 

Herr Dr. Czech dankt Herrn Zimmermann für den Vortrag und fragt, warum die Ladestation am höchsten Punkt von Göttingen installiert werden soll, denn diesen Punkt erreichen im Winter die wenigsten Busse.

Herr Zimmermann antwortet, dass die Reifen der Busse wechseln werden. Um ein besseres Streckensortiment zu erhalten, muss sicher auch mehr ab gestreut werden. Ein Problem wird entstehen, wenn der Bus den Ladepunkt nicht erreichen kann. Dafür soll ein zusätzlicher Lademast am Bahnhof installiert werden. Die Busse können mit der Batterie zweimal die Route fahren, notfalls muss der Bus ausgetauscht werden.

 

Auch Frau Wirth dankt für den Vortrag und bemerkt, dass der Bereich der Ladestation dann aus dem LSG rausfällt und fragt, ob es weitere Varianten gibt, aufgrund des wenigen Raumbedarfs.

Herr Zimmermann teilt mit, dass die Ladestation beispielsweise nicht am Gehweg in der Grete-Henry-Straße installiert werden kann, da der Gehweg zu eng ist. Weiterhin besteht bei dem jetzigen Standort der Vorzug, dass nur ein geringer Aufwand entsteht, um die Anschlussleistung herzustellen. Die E-Variante wird angestrebt, da sie eine sinnvolle Entwicklung darstellt. Auch die „Grüne Insel“ muss ernst genommen werden, so dass eine Begrünung benötigt wird. Die Depot-Idee soll hier keine Entscheidungssache darstellen, zumal zukünftig ein Depot keineglichkeit aufgrund des LSG hat.

 

Herr Migge möchte wissen, ob es Gespräche bzw. Rücksprachen mit der Forst gegeben hat in Bezug auf die Holzlade-LKWs, da der Weg um die Ladestation zum Passieren zu eng sein könnte. Wie wird der Kurvenradius aussehen?

Herr Zimmermann teilt mit, dass cksprache mit der Realgemeinde genommen wurde. Konkretere Absprachen werden im B-Planverfahren zur Anhörung stattfinden.

 

Herr Migge fragt weiter, warum Geismar r die Ladestation privilegiert ist?

Herr Zimmermann antwortet, dass in Geismar neun Buslinien enden.

 

Herr Conrad meint, dass wenn auf 4000 qm insgesamt 2,6 Mio. Euro investiert werden, dann auch davon auszugehen ist, dass das Depot kommen wird. Er wird aus diesem Grund dem Beschluss nicht zustimmen.

 

Herr Limpke stellt zwei Fragen in den Raum:

  1. Wollen wir jetzt in Geismar auf E-Mobilität umstellen und nicht warten?
  2. Wenn ja, wird eine Ladestation an der Endhaltestelle benötigt?
  3. Es besteht ein Eingriff in Mensch und Natur. Wollen wir das wirklich haben?

Er meint, dass die Stelle der Ladestation nicht belastend und durch die Begrünung nicht einsehbar ist. Weiterhin bestehe keine Beeinträchtigungen hinsichtlich von Schadstoff und Lärm. Obwohl ein Eingriff in das LSG vorgenommen werden würde, positioniert sich die SPD-Ortsratsfraktion r die Ladestation, jedoch nicht r ein Bus-Depot.

 

Frau Dr. Döring meint, dass auch Bündnis 90/Die Grünen der E-Mobilität positiv gegenüber stehen und aus diesem Grund der Ladestation zustimmen werden. Mit der Planung zum LSG ist sie nur bedingt einverstanden und bittet um Prüfung, das LSG nur soweit aufzuheben, wie tatsächliche Fläche benötigt wird. Weiterhin sollte darauf geachtet werde, dass ume und Büsche diesen Bereich begrünen und aus der heimischen Flora kommen.

 

Frau Hoffmann prüft die Planungen zum LSG im Bauplanungsverfahren und gibt den Hinweis, dass die Ladestation nicht direkt an das LSG grenzen kann.

 

Frau Friedrich-Braun teilt mit, dass sich dieser Bereich an den B-Plan orientieren wird.

Ihr Vorschlag dazu ist, die Festsetzung für die Bindung von Begrünung zu berücksichtigen.

 

Frau Hofmann teilt mit, dass wenn eine Änderung nicht möglich ist, nicht über den Bereich hinaus ausgewichen wird.

 

Herr Bathke bittet um eine Sitzungsunterbrechung, um den Bürger/innen Fragen zu diesem Thema zu ermöglichen.

 

Die Sitzung wird einstimmig für Bürgerfragen zu diesem TOP unterbrochen.

 

Herr Linne (1. Vorsitzender der Realgemeinde) ist von dem Bau der Ladestation betr. der Holzfahrzeuge betroffen. Der Wald ist u.a. auch Realgemeindewald. r den Stadtwald dürfen die Gremien entscheiden. Die Verwaltung hat jedoch nicht in der Vorlage berücksichtigt, dass auch der Realgemeindewald betroffen ist und die Katastergrenzen nicht berücksichtigt. Die Zuwegung für die Holzrückefahrzeuge und Transportlaster wird angesprochen. Die Verkehrsplanung muss so sein, dass der Holz-LKW passieren kann mit der Berücksichtigung, dass diese Fahrzeuge nicht so gelenkig sind wie Gelenkbusse. Wie weit ist die Planung unter diesem Aspekt veränderbar?

Herr Zimmermann antwortet, dass sich die Ladestation in der Vorplanung befindet und diese Hinweise mit aufgenommen werden.

 

Frau Dorra meint, dass es so klingt, als sei alles bereits beschlossen. Weiterhin irritiert es sie, dass auch die Entlassung aus dem LSG so einfach geht. Sie stellt die Frage, ob der Trafo wirklich leise sein wird?

Herr Zimmermann teilt mit, dass am 22.09.2018 eine Bürgerbeteiligung stattfinden wird und dann auch der Trafo vorgeführt wird. Der Trafo ist fast nicht zu hören und liegt deutlich unter den Werten für ein Lärmschutzgutachten r diese Art von Trafos. Die Entlassung aus dem LSG wird über einen Mehrheitsbeschluss des Rates entschieden.

 

Herr Bathke wundert sich, dass nur einseitig berichtet wird und gibt das Votum an die Stadt Göttingen, die Planungen ohne Bürgerbeteiligung zu machen. Er hätte sich die Bürgerbeteiligung als erstes gewünscht.

 

Frau Hoffmann teilt mit, dass erst der Aufstellungsbeschluss des B-Plans die Bürgerbeteiligung vorsieht.

 

Herr Wenzel teilt mit, dass an dem Standort viele Fahrzeuge von Waldbesuchern geparkt werden. Weiterhin meint er auch, dass es mehr Trafos werden, wenn mehr Lademasten aufgestellt werden. Anstelle von in einer Stunde 5 Busse, werden 9 Busse zur Ladestation fahren. Jedoch mit Elektroantrieb.

Herr Zimmermann stellt sich vor, dass Stellplätze in den Planungen realisiert werdennnen.

 

Frau Kolsch ist der Meinung, dass es zu keiner Entlastung führen wird.

Herr Zimmermann argumentiert, dass die Fahrzeuge aus der Charlottenburger Straße noch nicht zeitnah zur Ladestation fahren werden, sondern diese erst sukzessive umgestellt wird.

 

Frau Hallermann möchte wissen, warum der Bereich eingezäunt wird. Er erläutert, dass man schon mit dem Fahrrad viel Akku Leitung benötigt, um den Berg hochzufahren. Es wird somit viel Energie verwendet, um überhaupt zur Ladestation zu gelangen.

Herr Zimmermann sagt, dass die Ladestation in der Grete-Henry-Straße allein auch dafür nicht ausreichen wird. Er teilt mit, dass das Gelände aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden muss. Es ist zwar der höchste Berg, aber auch ein wegfallender Dieselverbrauch- und Ausstoßr die Region.

 

Herr Gatzemeier merkt an, dass damit dann auch der einzige Hubschrauberlandeplatz wegfallen würde und appelliert an die Sicherheit der Bürger/innen. Er versteht nicht, warum der Enthaltepunkt in einem LSG geplant wird. Das benötigte CO2 zur Stromerzeugung und zur Herstellung der Akkus ist höher als der Dieselverbrauch.

Herr Zimmermann meint, dass es eine Entlastung für die Göttinger Bürger/innen darstellt. Der Hinweis zum Hubschrauberlandeplatz wird geprüft.

 

Herr Heinemann meint, dass die E-Mobilität derzeit ein Renner ist. Er bittet aber auch bei Flächenverbrauch zu beachten, dass es ggf. in ein paar Jahre andere Möglichkeiten geben wird.

 

Herr Ortsbürgermeister Harms bittet um Abstimmung.

 

Der Ortsrat Geismar stimmt mit 7 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme bei 3 Enthaltungen für folgenden Beschluss:

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Elektromobilität in Göttingen_Ladeinfrastruktur GHS_OR30Aug2018 (1824 KB)      

 

Der Errichtung einer Ladestation für Elektrobusse an der Grete-Henry-Straße wird zugestimmt.

 
 

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