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10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 01.03.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:35 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
CDU/0095/18 Antrag der CDU-Ratsfraktion betr. "Jedes Grundschulkind lernt schwimmen"
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:CDU-Ratsfraktion Beteiligt:40-Fachbereich Schule
    Dezernat B - Personal, Schule und Jugend
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Dr. Häntsch bringt den Antrag der CDU-Ratsfraktion ein. Die GoeSF solle gebeten werden, zu prüfen, wie ein Schwimmangebot für Kinder an Grundschulen realisiert werden könne und dabei 2 Varianten hinterfragen: Variante 1 sehe die Schwimmausbildung im betreuten Nachmittagsangebot vor, Variante 2 sehe Schimmunterricht während der Schulzeit gemäß Lehrplan vor. Die GoeSF werde das Thema in einer Sondersitzung des Sportausschusses behandeln. Diese Beratung sollte abgewartet und das Thema in der nächsten Schulausschusssitzung erneut diskutiert werden. 

Frau Stobbelt das Thema grundsätzlich für wichtig. Es ginge um die Frage, wie die Schwimmausbildung umgesetzt werde. Die Verwaltung solle zunächst prüfen, welches Angebot zur Schwimmausbildung an den einzelnen Grundschulen bestehe. Sie habe die Befürchtung, dass eine Schwimmausbildung als Nachmittagsangebot, wie sie die Variante 1 vorsehe, nicht ausreiche, um alle Kinder zu erreichen.

Frau Güntzler gibt zu bedenken, dass es für einige Grundschulen problematisch sei, den Schwimmunterricht am Vormittag durchzuführen, da die Wege zum Badeparadies zu lang seien. Am Nachmittag stünde mehr Zeit als nur eine Schulstunde zur Verfügung. Im Rahmen des Ganztagsangebotes könnten viele Schüler/innen erreicht werden. Die Verwaltung solle prüfen, welche Angebote die Grundschulen machten; Ziel des Antrages solle aber sein, zu erreichen, dass die Kinder schwimmfähig werden.

Frau Sennekamp berichtet, dass das Thema bereits im Stadtelternrat diskutiert worden sei. Nach Ihrer Information fände an allen Grundschulen, außer der Grundschule Herberhausen sowie der Janusz-Korczak-Schule, in Nikolausberg Schwimmunterricht statt. Da das Kerncurriculum für Sport die Schwimmausbildung vorsehe, sollten die Schulen sie auch im Rahmen des Unterrichts durchführen.

Herr Zochowski stimmt dem zu. Ziel solle sein, dass alle Kinder schwimmen lernten.

Herr Siepmann unterstützt den Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion. Die Verwaltung solle aber auch Lösungsmöglichkeiten darlegen, wenn Unterschiede bei der Schwimmausbildung in den Schulen festgestellt werden sollten.

Herr Ralle ist dafür, den verpflichtend im Unterricht verankerten Schwimmunterricht auch tatsächlich für alle Schüler/innen durchzuführen. Die Schulen müssten dann aber auch die Diskussion mit den Eltern aushalten, die nicht wollten, dass ihre Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen. Essse etwas dagegen unternommen werden, wenn Kinder nicht schwimmen könnten.

Frau Bebehani findet es wichtig, dass Kinder in der Grundschule schwimmen lernen. Es sei eine große Gefahr, wenn Kinder dies nicht könnten. Es bestünde Handlungsbedarf. Der Schwimmunterricht sollter alle verpflichtend im Unterricht durchgeführt werden.

Herr Wedrinschte, dass die Verwaltung bei den Schulen abfragt, welches Angebot zur Schwimmausbildung gemacht und wie es umgesetzt werde. Es gebe eine generelle Tendenz in der Gesellschaft, dass die Schwimmfähigkeit abnehme. Leider nehme es zu, dass Eltern die Teilnahme ihrer Kinder am Schwimmunterricht verweigerten. Hier stünden den Schulen große Diskussionen mit den Eltern bevor. Der Schulträger solle helfen, dass eine Schwimmausbildung an den Schulen durchgeführt werden kann. Es sei zu begrüßen, dass das Thema auch im Sportausschuss beraten werde. 

Frau Prang ist der Meinung, dass die Schwimmausbildung in den Sportunterricht gehört, weil die Teilnahme dann verpflichtend sei. Im offenen Ganztagsangebot sei die Schwimmausbildung nur ein Angebot, das es den Eltern erlaube, es abzulehnen.

Herr Dr. Häntsch weist darauf hin, dass die beiden im CDU-Antrag dargestellten Varianten zur Prüfung vorlägen. Die Anträge der CDU- und der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionen passten zusammen: Einerseits könne die Verwaltung prüfen, welches Angebot zur Schwimmausbildung an den einzelnen Göttinger Grundschulen besteht und andererseits könne die GoeSF die beiden von der CDU vorgestellten Varianten, wie die Schwimmausbilung an den Grundschulen ergänzt werden könne, prüfen. Sodann könne man die Ergebnisse zusammentragen und auf deren Grundlage eine Entscheidung über die Art der Schwimmausbildung treffen.

 

Aldann beschließt der Schulausschuss einstimmig:

Dem Antrag der CDU-Ratsfraktion wird einstimmig zugestimmt.

Dem Änderungsantrag der Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion wird mit einer Änderung einstimmig zugestimmt:

Ersetze Ergänze den Antragstext wie folgt: Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welches Angebot zur Schwimmausbildung an den einzelnen Göttinger Grundschulen bereits besteht.

 

 

 

 
 

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