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12. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
TOP: Ö 11
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Beschlussart: vertagt (zurückgestellt)
Datum: Mo, 05.03.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:55 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB67/0298/18 "Ausweisung einer Pappel in der südlichen Feldmark als Naturdenkmal" (Antrag der PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe vom 04.09.2017)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Dr. Welter-Schultes sagt, dass er der Vorlage nicht zustimmen werde. Er befürworte die Ausweisung der Pappel als Naturdenkmal. Der Baum habe Symbolkraft.

 

Frau Walbrun spricht sich ebenfalls für eine Ausweisung als Naturdenkmal aus. Dies würde ein Prädikat für den Baum bedeuten und wäre nicht mit weiteren Kosten verbunden.

 

Herr Dr. Wiedemann hält den Schutz im Rahmen des Landschaftsschutzgebietes ebenfalls für nicht ausreichend. Er schlage eine Unterschutzstellung nach § 22 des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz (Geschützter Landschaftsbestandteil) vor und wolle diesen Vorschlag als Änderungsantrag verstanden wissen.

 

Frau Schüle-Rennschuh spricht sich gegen eine kostenintesive DNA-Bestimmung aus. Die angedachte Zusammenarbeit mit der Universität fände sich zudem nicht im Beschlussvorschlag wieder.

 

Herr Grothey berichtet aus seinem Heimatort, in dem viele Bäume es wert wären, unter Schutz gestellt zu werden. Er bezweifele jedoch die Sinnhaftigkeit von solchen Entscheidungen. Der Verwaltungsvorschlag fände seine Zustimmung.

 

Herr Dienberg betont, dass sowohl die Pappel als auch die Fläche zurzeit einen Schutzstatus genießen würden.

 

Herr Maas ergänzt, dass Herr Levin, der die Zusammenarbeit mit der Universität anregte, zu dieser bereits Kontakt aufgenommen habe. Angedacht sei eine Masterarbeit, die etwa ein Jahr dauere.

 

Herr Dr. Welter-Schultes ist der Meinung, dass ein Objektschutz eine andere Außenwirkung hätte. Der Baum bekäme dadurch ein Prädikat. Es sei zudem die Frage, ob der § 22 geeignet sei oder doch eher § 29 NAGBNatSchG. Er kritisiert die SPD, die meinungsmäßig eine Kehrtwende in dieser Sache vollzogen habe.

 

Herr Wachenhausen spricht sich dafür aus, den Baum unter Anwendung von Sicherungsmaßnahmen in Ruhe sterben zu lassen. Er sei der einzige Baum in der dortigen Feldmark.

 

Herr Holefleisch beantragt, den Tagesordnungspunkt zu vertagen.

 

Dem Antrag auf Vertagung wird mehrheitlich zugestimmt (5 Jastimmen, 3 Neinstimmen).

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Zu 1. und 2. 

Die Ausweisung der Pappel in der südlichen Feldmark als Naturdenkmal ist aufgrund des bereits bestehenden Schutzes durch die Landschaftsschutzgebietsverordnung nicht erforderlich. Die Unterschutzstellung als Naturdenkmal wird daher abgelehnt.

 
 

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