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10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 16.11.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:05 - 19:31 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Herr Wrzosek-Grüger und Herr Weißmann berichten über die Arbeit des Jugendtreffs Grone-Süd. Das Haus bestehe seit 1988, konnte aber im Jahr 2014 in einen Neubau einziehen. Durch die Schaffung des Elmparks, welcher gut genutzt werde, sei der Jugendtreff zudem vom Rand des Ortsteils ins Zentrum gerückt, was die Kontaktaufnahme erleichtere. Das Angebot sei offen für Personen im Alter von 11 bis 18 Jahren. Zurzeit seien die meisten Nutzer aber zwischen 11 und 14 Jahren alt. Dies sei günstig, da es bei jüngeren Jungen und Mädchen weniger Vorbehalte seitens der Eltern gebe, die Einrichtung zu benutzen. Das Umfeld sei geprägt von hoher Arbeitslosigkeit und Armut sowie geringer gesellschaftlicher Integration, was sich auch an dem niedrigen Stellenwert zeige, welchen Schulbesuch und Bildung hätten. Man versuche, an der sozialen Kompetenz und der Gewaltbereitschaft insbesondere der Jungen zu arbeiten, welche etwa 70% der Nutzer ausmachen. In jüngster Zeit habe es auch mehr weibliche Nutzer gegeben, für welche man Rückzugsmöglichkeiten biete. Seit diesem Jahr habe man zudem eine türkische Kollegin, die einen besseren Zugang zu den Jugendlichen habe.

 

Herr Wrzosek-Grüger und Herr Weißmann antworten auf Fragen aus dem Ausschuss. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund sei sehr hoch. Nur wenige im Einzugsbereich hätten keinen. Im Konfliktfall spiele in dem Zusammenhang im Wesentlichen Religionszugehörigkeit eine Rolle. Mit mehr Personal wäre eine Öffnungszeit am Wochenende möglich, allerdings würden in dem Zeitraum viele eher kommerzielle Angebote bevorzugen. Der Elmpark werde zwar für Aktivitäten genutzt, gehöre aber nicht zum Jugendhaus. Der Übergang vom Kindertreff zum Jugendtreff verbinde sich altersmäßig etwa mit dem Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Die Internetpräsenz sei überarbeitet worden, allerdingsnne man aus technischen Gründen nicht über Google gefunden werden. An dem Problem arbeite man allerdings. Allerdings sei der Jugendtreff auch über Facebook zu finden. Es komme vereinzelt vor, dass man Kontakt zu Kindern ohne Aufenthaltsstatus habe, allerdings erfrage man den Status von Jugendlichen nicht. Kooperationen existierten. Kontakt zum Jugendclub Grone habe man weniger, da die Einzugsbereiche und Konzepte zu unterschiedlich seien. Mehr Kontakte gebe es zum Nachbarschaftszentrum und den Schulen, obwohl sich die Kooperation mit den Schulen aufgrund deren hoher Ansprüche schwierig gestalte. Herr Lieske ergänzt hinsichtlich einer Kooperation mit dem Flüchtlingsheim Siekhöhe, dass es dort nur sehr wenige Kinder und Jugendliche gebe und somit wenig Potential für eine umfangreiche Zusammenarbeit.

 

Frau Safieh äert, dass die Kontaktaufnahme mit den Einwohnern im Einzugsbereich verbessert werden müsste, insbesondere durch intensiveres Streetworking.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Präsentation Grone Süd (1870 KB)      

 

 

 
 

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