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13. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 21.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 21:19 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB67/0281/17 Wettbewerbsbeitrag des Büros Stefan Bernard/ Berlin zur Herstellung des Innenhofs am Kunstquartier
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt Beteiligt:66-Fachbereich Tiefbau und Bauverwaltung (ehem. FB 60)
    61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung
   51-Fachbereich Jugend
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Dienberg stellt zunächst Frau Resow als neue Leiterin des Fachdienstes „Grünflächen“ vor.

 

Frau Resow verweist auf die Verwaltungsvorlage und erläutert diese. Bereits im Zuwendungsantrag r das KuQua seien die Eckdaten für die Gestaltung des Freiraumes definiert worden. Demnach solle der der Innenhof u.a. durch Entsiegelung und vermittels einer zeitgemäßen Gestaltung in eine „Grünoase umgewandelt werden, die historische und moderne bauliche Elemente miteinander verbinde. Der im Bebauungsplan festgeschriebene Klein­kinder­spielplatz sei hierbei in die Planung zu integrieren gewesen.

 

Das Aufgabengebiet umfasst zwei Teilbereiche: Einerseits den nördlichen Innenhof mit der Funktion Kinderspiel, Kunst und Kultur (1. Bauabschnitt) und andererseits den derzeitigen Wirtschaftshof des Steidl-Verlags (2. Bauabschnitt). Beide Innenhöfe sollten zu einem durchgängig gestalteten Freiraum umgebaut werden. Zunächst stehe jedoch der 1. Bauabschnitt an; wann der 2. Bauabschnitt auf den privaten Flächen umgesetzt werden könne, sei hingegen noch nicht absehbar.

 

Auf der Grundlage dieser Rahmenbedingungen seien vier Landschaftsarchitekturbüros aufgefordert worden, in einem Ideenwettbewerb Entwürfe zu erarbeiten. Die hieraus entstandenen vier Entwurfsplanungen seien dann im Rahmen einer Bürgerbeteiligung am 06.05.2017 mit Anliegern und interessierten Bürgern diskutiert worden. In einem zweiten Bearbeitungsschritt seien anschließend die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung in die Entwürfe eingearbeitet worden. Diese überarbeiteten Entwürfe habe ein Auswahlgremium aus Verwaltungsmitarbeitern, externen Fachleuten und Interessensvertretern am 20.06.2017 bewertet und einen Vorschlag erarbeitet. Demnach solle das ro Stefan Bernard aus Berlin mit der Freiflächenplanung beauftragt werden.

 

Sodann stellt Frau Resow die vier Entwürfe kurz vor und stellt deren gestalterische Grundideen kurz dar; auf die der Vorlage beigefügten Unterlagen werde insofern verwiesen. Letztendlich habe sich das Auswahlgremium für das Büro Bernard/ Berlin entschieden, weil es dort am besten gelungen sei, eine große Multifunktionalität für Kinderspiel und Kunst mit der von der Stadt intendierten Gartenatmosphäre bei gleichzeitig hohem ästhetischen Anspruch zu verbinden. Insgesamt werde hier eine sowohl für die Quartiersentwicklung, wie auch für das Kleinklima wertvolle Lösung entstehen. Allerdings habe das Auswahlgremium insofern abweichend vom Entwurf einige Änderungen empfohlen. So sollten die Spielmöglichkeiten erweitert werden; ferner sollten anstelle einer ungebundener Decke Alternativen für einen Belag zu entwickelt werden, der dem Nutzungsdruck standzuhalten vermöge, ohne das Gesamtbild zu beeinträchtigen. Insgesamt stünden 370 TEUR für die Maßnahme zur Verfügung. Der Zeitraum für die Umsetzung hänge vom Fortgang der Hochbaumaßnahmen ab; eine Realisierung sei für Frühjahr 2019 vorgesehen.

 

Herr Arnold erklärt, dem Projekt „KuQua“ nach wie vor kritisch gegenüber zu stehen. Die vorgestellten Planungen r die Innenhofgestaltung stellten jedoch durchaus eine geeignete Planung dar.

 

Frau Binkenstein hingegen will dem Verwaltungsvorschlag zustimmen. Der Entwurf sei insgesamt sehr gelungen, auch wenn sie glaube, dass eine Ausweitung der Spielmöglichkeiten nicht unbedingt erforderlich sei. Auch Frau Walbrun begrüßt die vorgestellten Planungen; sie wolle allerdings sichergestellt wissen, dass möglichst einheimische Gehölze angepflanzt würden. Nach Ansicht von Frau Dr. Sakowsky sei insbesondere die gelungene Verbindung von „Kind“ und „Kultur“ positiv; sie rege aber die Installation eines Wasserspielgerätes an. Frau Rohmann bittet darum, bei der Gestaltung des Spielplatzes das Thema „Inklusion“ zu berücksichtigen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Feuerstein erläutert Herr Dienberg, dass hinsichtlich des Galeriegebäudes Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen werden könnten, derzeit jedoch nicht verlässlich abzuschätzen seien. Sollte es zu Kostensteigerungen kommen, werde die Verwaltung den Bauausschuss informieren.

 

Herr Nier und Dr. Welter-Schultes erklären, das Vorhaben KuQua nach wie vor abzulehnen; sie wollten daher auch der Vorlage ihre Zustimmung verweigern. Herr Dienberg entgegnet, dass Gegenstand der heutigen Vorlage nicht das eigentliche KuQua-Galeriegebäude sei, sondern ausschließlich die Freiflächengestaltung nebst einem Kinderspielplatz. Gegen diese Planungen rften jedoch seines Erachtens keine ernsthaften Bedenken bestehen. Herr Nier bittet darum, den Begriff „Kunstquartier“ aus dem Beschlusstext zu streichen; dies würde ihm eine Zustimmung erleichtern. Nach Ansicht von Herrn Hilterhaus nnten die Nachteile des Galeriegebäudes durch die Freiraumgestaltung nicht aufgewogen werden.  

Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

Der Wettbewerbsbeitrag des Büros Stefan Bernard, Berlin zur Herstellung des Innenhofs kommt zur Ausführung.

 
 

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