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Bezeichnung: 14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle
Datum: Do, 22.08.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 19:25 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:

TOP   Betreff Vorlage

Ö 1  
Eröffnung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, der Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung    
Ö 2  
Genehmigung des Protokolls über den öffentlichen Teil der 13. Sitzung vom 30.06.2013
KultA/062/2013/01  
Ö 3  
Enthält Anlagen
Mitteilungen der Verwaltung    
Ö 4  
Enthält Anlagen
Straßenbenennung nach Heinrich Sohnrey Abschlussbericht des Seminars für Mittlere und Neuere Geschichte, Universität Göttingen, Prof. Dr. Dirk Schumann    
Ö 5  
"Gedenktafel am Alten Rathaus" (RBK lfd. Nr.: 1085) Antrag der GöLINKE-Ratsfraktion vom 29.04.2013 Überweisungsbeschluss des Rates vom 15.05.2013
Enthält Anlagen
FB41/0263/13-1  
Ö 6  
EHP 054 Neuorganisation der Theaterlandschaft in Göttingen
Enthält Anlagen
FB41/0270/13  
Ö 7  
Verlängerung des Zuschussvertrags mit der Neues Junges Theater GmbH vom 01.01. - 31.12.2014 - EHP 054 Neuorganisation der Theaterlandschaft in Göttingen - EHP 059 Verzicht auf eine Steigerungsklausel bei Kulturzuschussverträge
Enthält Anlagen
FB41/0271/13  
Ö 8  
Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus durch die Verlegung von "Stolpersteinen"
Enthält Anlagen
FB41/0269/13  
Ö 9  
"Verlegung der Ausstellungen im Alten Rathaus" Prüfauftrag des VA vom 28.01.2013
Enthält Anlagen
FB41/0268/13  
Ö 10  
Gedenktafel für Jens Baggesen
FB41/0272/13  
    VORLAGE
   

1.               Antrag

Der Antrag auf Anbringung einer Gedenktafel für Jens Baggesen wurde am 23. Februar 2013 von Prof. Dr. Karin Hoff im Namen des Skandinavischen Seminars der Georg-August-Universität Göttingen gestellt. Der Antrag wird durch das Gutachten des Denkmalbeauftragten der Universität Herrn Prof. Dr. Peter Aufgebauer befürwortet. Die Gedenktafel soll am ehemaligen Gasthof „Krone“ (heute: Zentrale der Sparkasse Göttingen), in dem sich Baggesen während seines Göttingen-Besuchs aufhielt, angebracht werden. Das Einverständnis des Eigentümers, der auch zugesagt hat, die Kosten in Höhe von bis zu 500,- Euro zu übernehmen, liegt vor. Die Tafel soll folgenden Text erhalten:

 

Jens Baggesen

Schriftsteller

1789

 

2.               Lebensdaten

Jens Baggesen wurde am 15. Februar 1764 im dänischen Korsör geboren. Er studierte in Kopenhagen Theologie, begann aber schon bald, schriftstellerisch tätig zu werden. Durch Kontakte zum Deutschen Kreis um Friedrich Gottlieb Klopstock in Kopenhagen wurde er früh mit der zeitgenössischen deutschen Literatur und Philosophie vertraut. Im Jahr der Französischen Revolution 1789 unternahm Baggesen eine Bildungsreise über Deutschland und die Schweiz nach Frankreich, in deren Verlauf er vom 17. bis 19. Juli 1789 Göttingen einen Besuch abstatte. Die Romanbearbeitung dieser Reise (bekannt geworden unter dem Titel „Das Labyrint“) gilt als einer der ersten dänischen Romane überhaupt. Durch seine weitere rastlose schriftstellerische Tätigkeit wurde Jens Baggesen zum Begründer der dänischen Literatur- und Theaterkritik. Jens Baggesen starb am 3. Oktober 1826 in Hamburg.

 

 

3.               Bedeutung

Insbesondere wegen seines Hauptwerks „Das Labyrinth“ gilt Baggesen als ein prononcierter Vertreter der literarischen Aufklärung, der zugleich als Europäer für eine friedliche Verständigung der Völker, insbesondere der Dänen und der Deutschen eingetreten ist. In der Romanbeschreibung seines Aufenthalts in Göttingen gibt Baggesen eine einprägsame Schilderung der ihm noch fremden deutschen akademischen und studentischen Kultur, er beschreibt die sakralen Bauwerke der Stadt und empfand Bewunderung für die moderne Ausstattung der Universität. Dabei ist seine Beschreibung der Göttinger Verhältnisse im Stile des gesamten Romans betont mehrdeutig und im besten Sinne kritisch: „ Eine derartige Freiheit und Gleichheit, wie sie hier herrschte, hatte ich noch nicht erlebt, noch weniger jenen Gehorsam und die Blitzschnelle, womit Kellner und Mägde auf den kleinsten Wink aufwarten, und am allerwenigsten die Autorität, mit der befohlen wird.“ Das Skandinavische Seminar plant zum 250. Geburtstags des in Dänemark hochgeachteten Baggesen am 15. Februar 2014 eine Feierstunde mit internationaler Beteiligung.

   
    22.08.2013 - Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle
    Ö 10 - (offen)
    Im Verlauf einer Erläuterung der Vorlage verweist Herr Dr

Im Verlauf einer Erläuterung der Vorlage verweist Herr Dr. Böhme darauf, dass Baggesen als literarischer Grenzgänger und Aufklärer große Bedeutung für die deutsch-dänische Völkerverständigung und die Göttinger Universitätsgeschichte habe.

Auf Nachfrage von Herrn Lankeit führt Herr Dr. Böhme aus, dass als Voraussetzung für die Anbringung einer Gedenktafel der/die Geehrte vor mindestens 20 Jahre verstorben sein und in seinem/ihrem Fachgebiet Bedeutsames geleistet haben müsse oder sich besondere Verdienste um Göttingen erworben habe (z. B. Georg Merkel) oder von grundsätzlicher besonderer Bedeutung sei und in lockerer Verbindung zu Göttingen (z. B. Benjamin Franklin) stehe.

Grundsätzlich werde für eine Anbringung einer Gedenktafel ein Gutachten des Denkmalbeauftragten der Universität Göttingen eingeholt.

Herr Dr. Böhme weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass neben der offiziellen Anbringung von Gedenktafeln (und Aufnahme auf eine vom Stadtarchiv geführte Liste) in Göttingen zunehmend eine Anbringung von Gedenktafeln für Privatpersonen durch u. a. Angehörige festzustellen sei.

Anschließend nimmt der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft die Vorlage der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.         

Ö 11  
Anfragen des Ausschusses    
N 12     (nichtöffentlich)      
N 13     (nichtöffentlich)      
N 14     (nichtöffentlich)      
             

 
 

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